schön, dass du wieder mal vorbeischaust auf unserer Seite.
Is schon wieder eine weile her, aber die Bilder kann man immer wieder anschaun.
Bis zum nächsten Mal,
die Transasia-Radler
Trans Asia 08/09
Wir kommen doch heim!
...ob's euch passt oder nicht....
Die ganzen Wunderheiler, Astrologen, Yogis, Zoroastrianer, Gurus, Babas und Saddhus haben uns nicht ueberzeugen koennen in Indien zu bleiben. Die Liebe zum heimatlichen Bayern ist groesser.
Deshalb hat es uns auch nach Manali in Nordindien gezogen, das unserem bayerischen Rupertiwinkel doch sehr aehnlich sieht.
Wir konnten unseren Augen nicht glauben...
Es gab sogar wandernde Preussen mit Birkenstock...
Das ist der Dirk aus Thueringen.
...und Schweinswuerschtel!!!
Nach Wochen kulinarischer Verkoestigung und langen Verhandlungen mit den Piraten ueber die Freigabe unserer Fahrraeder (die letztendlich klein beigaben) war die Zeit reif fuer Abenteuer.
Wir wussten es schon immer - Wir sind Helden!!!
Warum?
Nichts weniger als die unter Radl-Fachkennern beruehmt-beruechtigte Radlstrecke Manali-Leh stand auf dem Programm. Frueher Handelsstrecke zwischen dem Subkontinent und Zentralasien, heute Mekka
fuer Abenteurer und waghalsige Rekordjaeger. Also wie gemacht fuer uns!
479km durch fast menschenleere Hochgebirgswueste und 9.500 Hohenmeter sind selbst fuer Helden nicht ganz einfach.
Das Hoehenprofil sagt einiges aus:

Los gings im beschaulichen und gruenen Manali auf 2000 Hoehenmetern. Bereits der erste Pass, der Rothang mit 3987m (nur 4 Monate im Jahr passierbar) beeindruckte uns mit seiner
Schneemenge.
Zelten auf ueber 4000 Hoehenmeter gehoerte nach der Ueberquerung des ersten Passes zum Standardprogramm. Die urspruenglich fuer Tibet gedachte Ausruestung war auf diesen Hoehen, bei
Minustemperaturen in der Nacht, wirklich noetig.
Auf dem zweiten Pass, Baralacha, auf fast 5000 m Hoehe genehmigte sich Buggo nach gelungenem Anstieg eine kleine Pause...
Doch die Muehe lohnte sich. Traumhafte Landschaften warteten auf uns:
Es wurde immer karger...
Bevor es in die buddhistische Provinz Ladakh, im noerdlichsten indischen Bundesstaat Kaschmir ging, warteten noch einige Riesenpaesse, zwei davon ueber 5000 Hm, auf uns.
Hier, noch gemeinsam, auf dem Lachulang-Pass auf 5064m...
Leider hatte Martin mit dem Barni-Buggo-Syndrom zu kaempfen. Ihr erinnert euch doch noch an die dramatischen Szenen in Sibirien?! Nach etlichen Paessen und Hoehenmetern streikten Martins Knie.
Die Folge war die Weiterreise der letzten 150 KM per Jeep nach Leh, der Hauptstadt Ladakhs.
Buggo (alias Sportskanone, Einzelkaempfer, Superheld, Radlgigant.) beeindruckte dann noch mit der Fahrt ueber den hoechsten Punkt der Strecke, dem angeblich zweithoechsten befahrbaren Pass der
Welt Taglang La mit 5.360 Meter.
Zwei Tage nach Martin erreichte Buggo dann voellig entkraeftet die wunderschoene "Wuestenstadt" Leh auf 3500 m Hoehe. In der Region Leh regnet es sowenig wie in der Sahara. Aufgrund der
Trockenheit der Hochgebirgslandschaft ist weniger als 1 Prozent der Flaeche fuer die Landwirtschaft nutzbar. Auf einer Flaeche so gross wie Bayern leben nur 130.000 Einwohner.
Nur am Indusfluss ist Ladakh fruchtbar. Wie hier am Kloster Lamayuru...
In Leh trennten sich nach emotionalen Wutausbruechen, Sticheleien, Provokationen, wieder mal unsere Wege, d.h. es lag Spannung in der Luft, was hier nicht negativ verstanden werden sollte!!!
Martin, wieder fit, radelte nach der Zeit mit Markus mit der hollaendischen Elise auf der hoechsten fahrbaren Strasse der Welt, ca. 50 Km noerdlich von Leh.
Auf dieser Strasse befindet sich auch der angeblich hoechste befahrbare Pass der Welt, der Khadung La mit 5.630 m. Doch leider gabs im ersten Base-Camp auf ca. 4.800m eine
weisse Ueberraschung ueber Nacht.
Schaut her....
Schnee im Juni verhinderte die Passbefahrung. Die Strasse wurde gesperrt. Da blieb uns nur die abenteuerliche Abfahrt zurueck ins Indus-Tal.
Derweil der Buggo:
Nach der gelungenen ersten Etappe entschied sich Buggo voller Elan fuer eine weitere Radreise, die vom buddhistischen Leh ueber die Berge in das muslimisch gepraegte Kaschmirtal nach
Srinagar fuehrte. Die 450 km lange Radstrecke dauerte 6 Tage und war nicht so menschenleer wie die Strecke Manali - Leh.
Auf der Suche nach neuen Weideplaetzen trifft man auf dieser Strecke viele Bakarwal-Nomaden an, die mit ihrem Hab und Gut die Strassen bevoelkern.
Wie ihr seht kann es selbst auf dieser Hoehe von 4000 m zu Staus kommen. Auch ein sogenannter "Highway" gleicht nicht immer einer deutschen Autobahn...
Nach gewonnener Schlacht gegen die Kaschmiri-Taliban feierte ich gemeinsam mit dem indischen Militaer den Erfolg...
Aufgrund der politischen Brisanz in Kaschmir, sowohl Indien als auch Pakistan wollen diese Region fuer sich beanspruchen, ist die militaerische Praesenz enorm hier. Circa 30.000 indische Soldaten
sind in dieser Gegend stationiert um hier Frieden zu gewaehren. Die Kaschmiris selbst wollen mehrheitlich ein unabhaengiges Kaschmir.
In Srinagar letztendlich angekommen, genoss ich ein paar Tage auf den hier bekannten traumhaften Hausbooten am Dal-See bevor ich mich mit Martin wieder in Delhi getroffen habe.
Mehr Fotos von Ladakh und Kaschmir gibts im genialen Fotoalbum "Wir sind Helden". Reinklicken lohnt sich!
Momentan geniessen wir hier in Delhi bei ueber 40 Grad Celsius noch das indische Treiben, d.h. Rikschas, billiges und gutes Essen, Souvenir Shopping etc.
So, nun reichts! Eure Asienreise mit uns ist nun vorbei.
Am 20. Juni, genau 10 Monate nach der Abreise von Altoetting Zentralbahnhof, gehts fuer uns beide mit dem Flugzeug nach Hause. Aber wie?
Kulturschock Bayern ist zu hart, deshalb weichen wir nach Frankfurt bzw. Zuerich aus.
Buggo fliegt am 20. nach Frankfurt, von dort aus gehts ueber mehrere Stationen u.a. Regensburg zurueck nach Oberbayern.
Martin fliegt nach Zuerich, von wo es ueber Freiburg, Barnis neuer Heimat Weilheim und Muenchen nach Hause geht.
Ja, ja nun ists wirklich vorbei. Viele Begegnungen, Geschichten und Erlebnisse werden uns im Kopf bleiben. Besonders mit dem Radl ist man hautnah am Geschehen dabei - Landschaften und Menschen
veraendern staendig ihr Gesicht.
Angefangen vom erzkatholischen Altoetting ueber das neureichen Moskau, die chinesische Mauer, Tibet, dem Mount Everest, das chaotische Indien gehts nun wieder heim nach Bayern.
Schoen war's, aber trotzdem freuen wir uns schon riesig auf Zuhause, Familie, Freunde...
Wir hoffen natuerlich auf einen heldenhaften Empfang!
Herzlichen Dank auch fuers fleissige Mitlesen, es war uns eine Freude von fernen Laendern zu berichten. Danke auch fuer die vielen Kommentare die uns die notwendige Motivation gaben weiter
zu reisen und auch neue Artikel zu verfassen.
Ganz zum Schluss haben wir noch ein besonderes Anliegen:
Wir haben meistens von den schoenen Seiten der Laender berichtet, doch gibt es gerade hier in Indien auch grosse Probleme. Besonders im Bundesstaat Orissa, in dem Barni und Martin geradelt
sind, gibt es grosse Armut.
Dort lernten wir Thomas kennen der mit einem Freund das Projekt Efi (Education for India) gegruendet hat. Von Orissa und Thomas berichten wir im Artikel "Radltraum Indien" oder auf die Seite
klicken: www.radreise-asien-2008.over-blog.net/article-28120204.html
Wir sind ueberzeugt davon, dass
Spenden fuer diesen Zweck wirklich ankommen und jeder Cent fuer die Entwicklung der Kinder gut angelegt ist. Thomas hat mir eine Projektbeschreibung und Fotos von den Kindern zukommen lassen:
Was ist Efi?
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EFI ist eine Organisation von einem Freund und von mir gegründet. Wir sind der Meinung, daß Bildung eine primäre Voraussetzung für die Entwicklung eines Landes ist. Deshalb haben wir uns in einem
Projekt engagiert. Efi wird von ca. 20 Mitgliedern in der Nähe von Calw getragen. Etliche Mitglieder waren schon in Indien vor Ort.
Was tut Efi?
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Efi fördert Kinder und Jugendliche, welche gerne die Schule besuchen würden, aber sich die Schule nicht leisten können. So funktioniert es:
In den ärmsten Gebieten Orissas (was auch gewißlich zu den ärmsten Gebieten Indiens gehört) arbeiten wir mit Freiwilligen und zum Teil auch mit lokalen Hilfsorganisationen zusammen. Als
Freiwilliger kann man max. 3-4 Kinder betreuen und erhält eine kleine Liste mit Aufgaben. Zu den Aufgaben gehört die Auszahlung von Geldern, ein Blick auf die familiäre Situation und regelmäßige
Berichte an uns. Freiwillige kommen meistens aus der indischen Mittelschicht. Sie müssen per email zu erreichen sein. Die "students", also Kinder und Jugendliche kommen aus unterschiedlichen
sozialen Situationen, aber noch jedes Schicksal ist bedrückend.
Wir fördern vor allem Mädchen, sie stellen momentan einen Anteil von über 90%. Die "students" erhalten von uns eine geringe Förderung, das sind alle die Aufwändungen, welche mit dem Schulbesuch
verbunden sind. Also die Mittel für die Unterrichtsmaterialien, die Schuluniform(en), ggf. ein paar Schuhe, die Prüfungsgebühren und eine Gemeinheit, bei welcher mir noch jedesmal der innerliche
Kragen platzt, wenn ich damit zu tun habe und das ist oft:
Tuition! Das ist bezahlte Nachhilfe, bei der separate und auch die gleichen Lehrer die eigentlichen Unterrichtsthemen vermitteln. Gegen Geld. Wer hier nicht sein kann, der wird auch schlechte
Prüfungen schreiben, also bemüht sich jedermann darum, die Lehrer erhalten extra Geld und die Privatisierung des Schulsystemes kommt durch die Hintertür.
Die Kosten pro Monat für Tuition, Kleidung, Gebühren und ggf. ein Arztbesuch im Fall der Fälle liegen bei ca. 5 - 20 Euro im Monat. Insgesamt ergibt sich eine Mischkalkulation.
Wen fördert Efi?
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Wie gesag vor allem Mädchen. Viele unserer Kinder sind Waisenkinder, leben bei Onkels oder Stiefeltern. 1998 kamen bei einem im Westen wenig beachteten Wirbelsturm ca. 70.000 Menschen in diesen
Gebieten ums Leben. Daher rührt
der hohe Anteil von Waisenkindern. Daneben gibt es viele Körperbehinderte und natürlich kastenlose Kinder, also Kinder aus Familien, welche in der indischen Kasten-Rangleiter praktisch unter dem
System stehen. Die Eltern, so fern es sie überhaupt gibt, sind Tagelöhner, Gelegenheitskrämer etc.....
Manche Witwen verdienen beispielsweise 2 Rupien in der Stunde, ein Betrag bei dem Sie 35 Stunden für einen Euro arbeiten müßten!
Projektumfang:
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Efi fördert in den Gebieten Jajpur, Jagathsingapur, Narashingapur und ein wenig an der Küste in Puri über 500 Kinder im Moment
Efi-Ausrichtung:
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Efi ist unabhängig, konfessionslos und keinen Interessen verpflichtet. Unser einziges Ziel ist es Benachteiligten den Schulbesuch und wenn möglich das Erlernen eines Berufes zu ermöglichen. Es
gibt eine Webseite, die ist aber durch den Ärger mit den indischen Behörden und den permanent geforderten "Bakschisch"-Zahlungen, das sind Bestechungsgelder, sehr klein gehalten und Bedarf diesen
Sommer er Überarbeitung. Nach dem Besuch eines hiesigen Photografen, der unser Projekt im großen Stil durch die Calwer Presse jagen wollte, hatten wir anschließend viel Ärger mit dem indischen
Inlandsgeheimdienst. Das Verhältnis der Staatenregierung Orissas zu NGOs ist sehr schlecht.
Bei Fragen:
Webseite: www.efi-india.de
Ansprechpartner: Thomas Wacker wacker.thomas@gmx.net
Besuch vor Ort willkommen
Wer das Projekt finanziell unterstuetzen will kann auf die folgende Bankverbindung ueberweisen:
Vereinigte Volksbanken Calw-Weil-der-Stadt
BLZ 603 90000
Kto 87 316 609
Liebe Gemeinde - helft uns!
wir sind immer noch in Indien und wissen nicht wie wir heimkommen sollen.
Die letzte Chance ist geplatzt:
Fuer die dies nicht wissen, wir hatten bereits die Heimreise auf einem Containerschiff gebucht und bezahlt (!). Doch das Schiff ist derzeit am Horn von Indien in Piratenhand. Naeheres auf
www.spiegel.de!
Somit bleibts spannend wann, wie, bzw. ob wir heimkommen.
Was bleibt uns uebrig:
VOLLGAS INDIEN!
Durch diverse spirituelle und metaphysische Praktiken versuchen wir uns auf ein lebenslanges, glueckliches Leben in Indien einzustimmen.
Die da waeren:
...Buggo beim Handlesen (Die Zukunft sieht in allen Belangen rosig aus, berufliche Karriere etc.)
Weitere 'indische' Aktionen waren buddhistische Meditation, Yoga und Astrologie - Spannend!
Wir sind auch Freunde geworden vom unabhaengigen Leben in der Natur. Schnell fanden wir Gleichgesinnte auf dem Rainbow-Festival in den Waeldern Nordindiens...
Eine ganz 'spezielle' Verbindung hatten wir zu diesem Mann:
Juergen Rischke aus Gera, Thueringen.
Doch hier kennt man ihn unter seinem spirituellen Namen Ananda Dasi. Es ist auch verstaendlich da er von unserer voellig kommerzialisierten Welt die Schnauze voll hat - Wie er so schoen
sagte.
Wie ihr seht hatten wir Spass auf dem Festival.
Inspiriert von dieser Veranstaltung ging die Reise mit dem Radl weiter durch die wunderbare Berglandschaft des Vorhimalayas. Dort haben wir uns hoffentlich wieder zu vernuenftigen Menschen
verwandelt. Das Urteil darueber bildet ihr euch am besten selbst nach unserer Heimkehr.
Unsere Reise fuehrte uns an den wuenderschoenen Ursprung des Ganges. Seht selbst...
Leider bringen es die Inder fertig eines ihrer groessten Heiligtuemer, den Ganges, in eine Muellkippe zu verwandeln. Ausserhalb der Staedte zeigte sich der Fluss zum Glueck auch von einer anderen
Seite.
Zahlreiche Wanderpilger (Sadhus) gehen an den Ufern bis zu den Quellen im Himalaya auf bis zu 6000 Meter Hoehe.
Die Sadhus leben wirklich beeindruckend einfach - in selbstgebauten Hoehlen und provisorischen Huetten ueberstehen sie die kalten Naechte. Die Verpflegung ist einfach - selbstgebackenes Brot
und eine handvoll Linsen...
Die Nordinder sind ganz anders. Wir vergleichen sie gerne mit den Bewohnern Sibiriens - zurueckhaltend, schuechtern, desinteressiert aber hoeflich.
Die Zahl der Interviews war bei weitem nicht mehr so hoch wie im Rest Indiens. Aber es gab sie doch:
Die Menschen hier leben zwar nicht auf den Baeumen, doch diese Frau hatte nach unserer Ankunft wohl etwas Angst...
Nach knapp 5 Monaten gewoehnen wir uns immer besser an das gemuetliche, vorbeiziehende indische Leben. Buggo ist sogar schon zu faul sich selbst zu rasieren...

Wertes Volk,
nachdem ich von den Andaman Inseln voellig entspannt und mit neuem Tatendrang zurueckgekehrt war, entschied ich mich anstatt, wie urspruenglich geplant nach Suedindien, in das von Touristen
kaum besuchte Bangladesch zu reisen.
Da vielleicht der ein oder andere nicht soviel ueber dieses Land weiss, versuch ichs mal kurz zu erklaeren.
Das hier ist schon mal die Fahne...
Geschichte
Als Britisch - Indien von Grossbritanien 1947 in die Unabhaengigkeit entlassen wurde, entstanden zwei neue Staaten. Nach der Teilung des Landes in einen mehrheitlich hinduistischen Staat, das
heutige Indien, und einen muslimischen Staat, das heutige Pakistan, wurde das ueberwiegend muslimische Ost - Bengalen, heutiges Bangladesch, Pakistan zugeschrieben, von dem es durch Indien
geographisch getrennt war. Somit war ab 1947 Westpakistan ( jetzt Pakistan) und Ostpakistan (jetzt Bangladesch) ein Staat der ueber 1500 km voneinander getrennt war.
Obwohl beide Teile islamisch waren, hatten sie grosse kulturelle und sprachliche Verschiedenheiten.
Die Einkuenfte des fruchtbaren Osten flossen hauptsaechlich in den westlichen Teil und der wiederum steckte das Geld in das Militaer. Ausserdem war Ostpakistan in der Staatsverwaltung und im
Militaer stark unterrepraesentiert. Die angespannte Situation spitzte sich ueber die Jahre weiterhin zu und fuehrte dann letztendlich 1971 zum Unabhaengigkeitskrieg, der wiederum 9 Monate
andauerte. Die westpakitanische Armee versuchte mit aeussester Brutalitaet die Unabhaengigkeitsbestrebungen Ostpakistans zu bekaempfen, als aber letztendlich die Weltoeffentlichkeit zunehmend
darauf aufmerksam wurde und Indien Bangladesch bei deren Bestrebungen unterstuetzte, konnte im Dezember 1971 die Unabhaengigkeit erklaert werden. Somit war Ende 1971 der Staat Bangladesch (
uebersetzt, Land der Bengalen) entstanden.
Der Unabhaengigkeitskrieg hinterliess aber leider eine voellig zerstoerte Wirtschaft und hatte ca. 10 Millionen Fluechtlinge zur Folge die hauptsaechlich in das benachbarte Indien flohen. Auch in
den letzten knapp 40 Jahren wurde das Land immer wieder in ihrer Entwicklung gebremt, teils durch politische Probleme, aber auch teils aufgrund der Tatsache, dass es aufgrund ihrer
geographischen Lage immer wieder von regelmaessig auftretenden Ueberschwemmungen oder Zyklonen heimgesucht wird. Die Tendenz der letzten Jahre ist jedoch durchaus positiv, die Armut konnte
reduziert werden und auch die Korruption ist nicht mehr so stark verbreitert wie vor Jahren noch.
Land und Leute
90% der 150 MIllionen Einwohner in diesem Land sind Muslime. Mit 1066 Einwohner pro km2 ist es der dichtbevoelkerste Flaechenstaat der Welt. Wenn man die bevoelkungsreichsten Staaten
weltweit Indien ( Dichte 349 pro km2) oder China ( Dichte 140 km2) dazu vergleicht, dann kann man sich ein bisschen vorstellen wie viele Leute hier auf engsten Raum aufeinander leben.
Lage Bangladesch auf dem Subkontinent
Mein Reiseverlauf
Mit Klaus, den ich auf der Botschaft in Kalkutta getroffen habe, machte ich mich gemeinsam auf den Weg ueber die Grenze und dann in das kleine Doerfchen Mongla im Suedwesten von Bangladesch.
Klaus und seine Familie unterstuetzen dort eine Familie und speziell die Schulbildung des 14 jaehrigen Sabuj.
Klaus und die Jungs der Familie.
Anmerkung
Zuerst essen in Bangladesch die Maenner unter sich, erst wenn die Maenner fertig und gegangen sind sitzen sich die Frauen an den Tisch und speisen.
Hoert sich komisch an, is aber so.....
Die Jungs zeigten uns mit Begeisterung jede Ecke dieses Doerfchens.......
Dank meiner unwesentlichen koerperlichen Vorteile von vielleicht gerade mal 50 cm konnte ich die Kompaktfuessler aus Bangladesch gerade noch in die Schranken weisen.
( Flo, Randy, hier wuerds euch gefallen!!)
sogar Fussball musste ich mit den Kleinen spielen.... Kurz vor dem finalen Elfmeter...
Hier noch paar weitere Eindruecke aus Mongla
....ein netter Fischer
.....Strassenverkaeuferin....
...die Dorfschulklasse und ich
Nach den super Tagen in Mongla, fuehrte die Reise weiter nach Dhaka, nicht auf dem Landweg, sondern mit dem genialen, nostalgischen Wasserraddampfer aus dem 19.
Jahrhundert....
Die Fahrt gehoerte zu den absoluten Hightlights der bisherigen Reise, da es so interessant war einfach nur auf dem vorderen oberen Deck zu sitzen und das Leben zu beobachten, das sich im
Wasser und an beiden Uferseiten davon abspielt hat.
Da es in Bangladesch sehr viele Fluesse gibt uns daher viele Menschen vom Fischfang leben sind die Fluesse hier sehr belebt, ausserdem werden die meisten Gueter mit Booten von A nach B
transportiert.
Auch hierzu paar Abzuege fuer euch
....Kuehewaschen...
...spielende Kinder...
....ein Junge beim Fischen...
Dhaka
Die Hauptstadt Bangladesch gilt mit ihren 16 Millionen Einwohnern als eine der chaotischen und anstrengensten Staedte der Welt. Mein Urteil
dazu. Voellig zurecht!
Offiziell nicht bestaetigt aber meines Erachtens muessen die Haelfte der Einwohner Rikschafahrer sein...
Unglaublich wie die Strassen hier bevoelkert sind... ein Beispiel dazu
Ich brauchte fuer eine Entfernung von 12 - 13 km ( extra nachtraeglich nachgemessen !!) mit dem Bus 2 Std. ! und das in der absoluten Mittagshitze. Haette fast
meinen Sitznachbarn eine mitgegeben, weil ich so genervt war von der Sache....ihr wisst, dass sowas nicht oft vorkommt bei mir...
Aber eben trotz dieser extremen Chaotik gibt es auch hier in Dhaka viel zu sehen, die Hauptattraktion fuer mich war einfach den Verkehr als Aussenstehender zu beobachten, das hat
mir wirklich Spass gemacht...
Es trifft sich hier alles auf der Strasse, hauptsaechlich Rikschafahrer, aber auch viele die teils unmenschliche Lasten mit ihrer Muskelkraft durch die Strassen ziehen muessen..
Die Lebensader dieser Stadt ist der Buriganga Fluss, da die ganzen Waren aus dem Lande hier ihren Weg in die Hauptstadt finden.
Paar Bilder vom Ufer und vom Gemuesemarkt...
unglaubliche Lasten werden hier rumgeschleppt...
...geschaeftiges Treiben am Buriganga Fluss zu abendlicher Stunde....
Nach Dhaka begab ich mich noch fuer eine Woche in die oestlichste Provinz Bangladeschs, nach Chittagong.
St. Martin Island
Der suedoestlichste Punkt Bangladesch, nur einen Steinwurf von Burma, Myanmar, entfernt ist die Koralleninsel St. Martin.
...Bengalis beim Baden...
....Muschelverkaeuferin...
Auf einem Spaziergang um die Insel stoss ich per Zufall auf ein Fotoshooting und mir wurde hierbei die unglaubliche Ehre zuteil dem bengalischen Superstar der Filmszene kennenzulernen. Name
Hasan Ferdous!! rechts unten im Bild.
Die bengalische Antwort auf unsren Monaco Franze oder auf Chuck Norris ist nicht nur in Bangladesch, sondern auch im benachbarten Indien eine bekannte Groesse.
Mein Vorschlag auf eine Boesewichtrolle im bald erscheinenden Film fand er leider nicht ganz so genial wie ich, daher bliebs nur bei einem Plausch.
.... anscheinend war ich hier nicht der erste, hier haben wohl schon mal paar Hirtner oder Garchinger ihre Spuren hinterlassen.....
Wer Interesse hat, schreibt mir, ich verrat euch wies ausgegangen is....
Fazit Bangladesch
Die Leute in diesem Land sind wirklich einmalig, ich habe noch nie so nette Menschen kennengelernt wie in diesem armen Land. Da es so gut wie keine Touristen gibt, wollen sie alles von einem
wissen. Los gehts mit "Country?" , dann irgendwann mal der Name und dann was man hier eigentlich macht.
Erstaunlicherweise interessiert sie alle ob man von West oder Ostdeutschland kommt und viele wissen gar nicht, dass es mittlerweile wieder ein Land ist. Mir wurde soviel Herzlichkeit
entgegenbracht in Form von Geschenken und Einladungen, dass ich oft gar nicht wusste wie ich darauf reagieren sollte. Jeder wollte mir was erzaehlen und zeigen und nach kurzer Zeit bekam ich
meistens eine "Businesskarte" , auf die sie meistens besonders stolz waren.
Das aber wiederum wird nach ner gewissen Zeit wirklich anstrengend, da man sich nirgends hinsetzen kann ohne angelabert zu werden, jeder dreht sich um und starrt einem an.
Spasses halber hab ich mal paar Fotos in alle Richtungen geschossen als es besonders extrem war.
Hier ein Beispiel dazu von einer Himmelsrichtung bloss.
Aber wie bereits erwaehnt fuehlt man sich hier zu jeder Zeit herzlichst willkommen, die Leute freuen sich einfach nur mal einen Nicht - Bengali zu sehen und zeigen das einem auch.
Jedoch braucht man starke Nerven sonst flippt man mit der Zeit aus....
Wie gehts weiter?
Ich bin seit gestern wieder in Kalkutta und geniesse wie gesagt die Ruhe um mich herum. Paar Tage werd ich noch hier in der Gegend verbringen bevor ich um den 5. April nach Delhi
zurueckkehre und den Martin Schmoelz Neuhauser wieder treffe.
Ihr hoert von mir....
beste Gruesse
Markus, Buggo
Hallo liebe Leute,
zuerst mal, ich lebe!! Nachdem ich auf den Andaman Inseln mehr oder weniger von der Aussenwelt abgeschottet war, bin ich seit paar Tagen wieder auf dem indischen
Festland, Kalkutta, angekommen.
Der Fasching sowie die Negativserie des FC B. sind somit voellig an mir vorbei gegangen, wobei letzteres mich doch noch mehr aufgeheitert haette....
Nachdem der Barni bereits sehr treffend Kalkutta beschrieben hat, will ich euch noch paar Bilder dazu liefern.
Das wohl bekannteste Bauwerk Kalkuttas ist das koloniale, aus weissem Marmor gebaute Victoria Memorial genannt nach der gleichnamigen englischen Koenigin Victoria aus der Zeit des
19. Jahrhunderts. Generell ist das Stadtbild Kalkuttas noch sehr von der Kolonialzeit gepraegt, da es bis 1911 Hauptstadt der Kolonie Britisch - India war.
Sehr befremdend zumindest fuer die westlichen Touristen duerften die hier noch verwendeten Laufrikschas sein, wie in den folgenden Bildern ersichtlich ziehen diese "Jungs" ,meistens Barfuss und
rennend, ihre Klienten durch die ueberfuellten Strassen Kalkuttas. Es ist hier noch die einzige verbliebene Stadt in Indien, in der dies noch erlaubt ist, jedoch werden keine neuen Lizenzen
mehr vergeben um diese Arbeit auffuehren zu duerfen.
Die Eigentuemer dieser Rikschas protestieren jedoch gegen die neue Regelung, da sie sich um ihre einzige Einnahmequelle bedroht fuehlen.
Man stelle sich deren Arbeitsbedienungen in der Monsumzeit vor, wenn sogar die Strassen noch voll Wasser sind...
Respekt vor diesen Maennern!!
Nach einer Woche in Kalkutta und zaehen Verhandlungen am Schalter der Indian Shipping Corporation konnte ich Gott sei Dank noch ein Ticket fuer die Faehre auf die Andaman Inseln erwerben.
Vollgepackt mit Essen machte ich mich mit 750 anderen Passagieren auf den Weg in die dortige Hauptstadt Port Blair. Obwohl die Fahrt 5 Tage und 4 Naechte dauerte wurde es nie langweilig, man
fand immer Leute fuer einen Ratsch oder fuer eine Partie Schach.
Fuer die 735 Inder an Board waren wir Touristen die grosse Attraktion. Diese Jungs auf dem Foto waren sozusagen mein eigener Begleitschutz, sie folgten mir fast jeden Tag auf Schritt und
Tritt, somit fuehlte ich mich sehr sicher ;)
Wir konnten nicht miteinander kommunizieren, aber das war egal, sie starrten mich einfach die ganze Zeit an und lachten und waren anscheinend gluecklich damit....
... wenn ich doch zu hause die Menschen aehnlich leicht begluecken koennte ...
Andaman Inseln
Nach Tagen voller Vorfreude erreichten wir dann aber doch zum Glueck die gelobten Inseln...
1.200 km vom indischen Festland entfaehrt liegt die aus 200 Inseln bestehende Inselgruppe der Andamanen und Nikobaren. 400.000 Menschen leben auf diesen Inseln, die durch den Tsunami 2004 aber
leider nicht verschont geblieben sind.
![]()
Impressionen von den Inseln.....
..mein persoenliches Lieblingsphoto...
..Ureinwohnerin..
Millionen von kleinen Krabben bewohnen die Straende...
.....verlassene Straende....
...Obsthaendler...
Meine Haengematte in unmittelbarer Strandnaehe....
Nachdem ich 1 Monat auf diesen traumhaften Inseln verbringen durfte, bin ich wie jetzt wieder in Kalkutta. Die Hektik war ich erst gar nicht mehr gewoehnt, aber schoen langsam komme ich wieder
mit dem indischem Leben klar.
Danke fuer eure Aufmerksamkeit....
bis die Tage
Markus alias Buggo
So hat Guenter Grass einmal Kalkutta bezeichnet, als er es vor 20 Jahren besuchte. Da kann ich ihm nicht zustimmen. Zwar 16 Mio. Einwohner, alles dicht auf dicht, Smog, Laerm, Dreck, aber doch besitzt es einen gewissen Charme: Koloniale Gebaeude, Stadtparks, Museen, freundliche Menschen, fantastisches Essen,... eine interessante Stadt!
Was nicht zuletzt auch an der bunten Mixtur aus Reisenden liegt, die man im Hostel und auf der Strasse trifft: da ist zum Beispiel der 70-jaehrige liebeskranke Aussteiger Peter, der jeden Tag um vier auf dem Dach die Kraehen fuettert und dabei mit ihnen ratscht; Christiane, die u.a. in Afghanistan und Uganda Briefmarken fuer die Regierung druckt und in Kalkutta gerade ein Buch schreibt; Roberto und Raul, die durch ihre Weltradltour Geld sammeln wollen fuer einen lungenkranken Freund, der eine Transplantation benoetigt; Erika, die eigentlich zur finnischen Armee wollte und jetzt Freiwilligenarbeit im Mutter Theresa Haus macht; die “eingefleischte” Vegetarierin Katharina (beim Biss in ein Chicken Sandwich: “Ich bin eigentlich auch Vegetarierin... aber ich hab jetzt einfach Hunger!”); der Inder Santosh, der soviel weiss, z.B. in welchem Jahr Boris Becker gegen wem im Finale stand; und natuerlich einige Aussteiger wie z.B. Sep, der jeden Tag um 4 Uhr aufsteht, um erst eine Stunde zu meditieren und anschliessend 1 ½ Std. Yoga zu machen (zum Glueck ohne dabei zu singen wie Opa Acha:)...
An einem Tag konnte ich bei einem Ausflug in den Zoo dabei sein, zusammen mit 10 Freiwilligen, einem Kamerateam von Kalkutta TV und 70 tobenden Strassenkindern vom Mutter Theresa Haus (Zoo in Indien: “Gehege” reduziert sich auf rostige Kaefige, Glas und kalte Kacheln und indische Besucher bewerfen schlafende Raubkatzen mit Kichererbsen); einmal waren wir auf einem Puja-Festival zu Ehren Shivas und haben uns vor einem lebendigen Gott auf den Boden geworfen; und am Faschingsdienstag waren wir auf der Faschingsfeier vom Goethe-Institut. Motto: Kalkutta Helau! Zu Bier und Kartoffelsalat wurden deutsche Gassenhauer serviert, vom Ententanz ueber Griechischen Wein bis zu Koenig von Deutschland. Und der indische Waechter hatte seine Muehe, die vielen Kinder fernzuhalten, die neugierig durch das Tor spaehten...
Wenn es irgendetwas nicht gibt in Indien, dann ist das Langeweile. Deshalb sag ich heute nicht nur Adieu, sondern auch Bis bald!
Am Nachmittag radele ich also zum Flughafen raus und hoffe, dass Singapore Airlines von meinem Radl genauso begeistert sind wie ich...
Schoene Gruesse aus Kalkutta,
Barni
Wie ihr fleissigen Blogleser wisst, gehts bei uns haeufig ums essen, das wir zum radeln auch wirklich noetig haben. Deshalb wieder mal ein Essensfoto zu Beginn - Dal Bath
Dal Bath (woertlich uebersetzt "Linsenreis") ist das Nationalgericht Nepals. Es besteht immer aus Linsensuppe, Reis und Gemuesecurry, dazu meistens saure Pickles, Zwiebel und Radis.
Nebenbei bemerkt: Dies ist das einzige Nationalgericht Nepals, d.h. Nepalis essen das bisweilen 3mal am Tag.
Mit Dal Bath gestaerkt gings also los gen indische Grenze:
Wunderbare Berge mit tiefen Schluchten und Reisterrassen machten das Radl zum Vergnuegen. Schaut her:
Nun liessen wir die Berge endgueltig hinter uns. Es ging hinab ins Flachland nach Lumbini, dem Geburtsort Buddhas. Dort naechtigten wir im koreanischen Kloster und erkundeten den buddhistischen Wallfahrtsort. Interessanterweise ist das Kloster der Tara-Foundation, mit Sitz im niederbayerischen Viechtach (Vorsitzender Alfons Bauernfeind) das mit Abstand Schoenste.
Nun kam der grosse, emotional ergreifende Moment - Indien war erreicht!!!
Wie nicht anders zu erwarten - nach immerhin fuenfmonatiger Anreise - wurden wir freundlich durch ein Begruessungskomitee empfangen:
In Rajesultanpur warteten uns die oertlichen Wuerdentraeger (von unten links: Dolmetscher Dr. Anand Singh,
2. Buergermeister, 1.Buergermeister, Gemeindesekretaer und wir) mit suessem Chai (Milchtee), Samosa (gefuellte Teigtaschen) und gesalzenen (!) Aepfeln und Bananen auf.
In jedem Ort, in dem wir auftauchen und rasten, werden wir umgehend von einer Gruppe aus 20 bis 50 neugierigen Indern (ausschliesslich Maenner) umzingelt, die uns einfach nur angaffen.
Wir fuehlen uns als Radler dennoch sehr wohl -
Die indische Radl-Gemeinschaft hat uns herzlich aufgenommen:
Radln in Indien wird sowieso nie langweilig, da immer was passiert:
Mal gibts keine Bruecken und man muss mit der Faehre uebersetzen....
Unterricht in der Freiluftschule....
Unsere Radlkollegen.... (seht selbst!)
Anmerkung: Plueschpollunder in schrillen Farben sind der letzte Schrei unter der Jugend. Wir sind gespannt welcher Mutige den Trend zu uns bringt!
Derweil Buggo in.....
nach dem traenenreichen Abschied in Pokhara von den Jungs genoss ich noch fuer 2 Tage die unglaubliche Gemuetlichkeit dieser Stadt, d.h. ausgiebiges Essen, bisserl Radeln, Lesen am See bei Sonne und 25 Grad Celsius + wohlgemerkt!!.
Dann passierte aber das Unausweichliche......ich musste mich auf den Weg nach Delhi machen, was ja eigentlich ueberhaupt nicht schlimm ist, jedoch standen mir 40 Stunden Busfahrt auf holprigen Strassen bevor, die ich zum Glueck unbeschadet ueberstand, was aufgrund der "interessanten, spannenden" Fahrweise des Busfahrers nicht als selbstverstaendlich hingenommen werden kann.
Delhi bzw. Neu-Delhi (mittlerweile zusammen gewachsen, frueher 2 Staedte) ist mit 12 Millionen Einwohnern die Hauptstadt des bevoelkerungsreichen Indiens, 1,1 Milliarden mittlerweile.
Da Delhi 600 Jahre fast ausschliesslich unter muslimischer Herrschaft stand, bis zum Eintreffen bzw. der militaerischen Niederlage gegen die Englaender Anfang des 19. Jahrhunderts, bietet es neben dem ueblichen Chaos einer Metropole mit solcher Groesse, aber auch eine interessante Mischung verschiedenster Voelker und Religionen.
Eines der Highlights Delhis ist die vom Mogulherrscher Shan Jahan (auch Erbauer des weltberuehmten Taj Mahal im nahegelegenen Agra) erbaute Moschee Jami Masjid, ca. um 1600 erbaut, die als groesste Moschee Indiens gilt. Bis zu 25.000 Glaeubige finden in diesem Gotteshaus Platz....
Religioese Diskussionen vor der Moschee....
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