Dienstag, 16. juni 2009

Wir kommen doch heim!

 

...ob's euch passt oder nicht....

 

Die ganzen Wunderheiler, Astrologen, Yogis, Zoroastrianer, Gurus, Babas und Saddhus haben uns nicht ueberzeugen koennen in Indien zu bleiben. Die Liebe zum heimatlichen Bayern ist groesser.

Deshalb hat es uns auch nach Manali in Nordindien gezogen, das unserem bayerischen Rupertiwinkel doch sehr aehnlich sieht.
Wir konnten unseren Augen nicht glauben...




Es gab sogar wandernde Preussen mit Birkenstock...
Das ist der Dirk aus Thueringen.




...und Schweinswuerschtel!!!




Nach Wochen kulinarischer Verkoestigung und langen Verhandlungen mit den Piraten ueber die Freigabe unserer Fahrraeder (die letztendlich klein beigaben) war die Zeit reif fuer Abenteuer.

Wir wussten es schon immer - Wir sind Helden!!!

Warum?
Nichts weniger als die unter Radl-Fachkennern beruehmt-beruechtigte Radlstrecke Manali-Leh stand auf dem Programm. Frueher Handelsstrecke zwischen dem Subkontinent und Zentralasien, heute Mekka fuer Abenteurer und waghalsige Rekordjaeger. Also wie gemacht fuer uns!
479km durch fast menschenleere Hochgebirgswueste und 9.500 Hohenmeter sind selbst fuer Helden nicht ganz einfach.

Das Hoehenprofil sagt einiges aus:




Los gings im beschaulichen und gruenen Manali auf 2000 Hoehenmetern. Bereits der erste Pass, der Rothang mit 3987m (nur 4 Monate im Jahr passierbar) beeindruckte uns mit seiner Schneemenge. 

 




Zelten auf ueber 4000 Hoehenmeter gehoerte nach der Ueberquerung des ersten Passes zum Standardprogramm. Die urspruenglich fuer Tibet gedachte Ausruestung war auf diesen Hoehen, bei Minustemperaturen in der Nacht, wirklich noetig.




Auf dem zweiten Pass, Baralacha, auf fast 5000 m Hoehe genehmigte sich Buggo nach gelungenem Anstieg eine kleine Pause...




Doch die Muehe lohnte sich. Traumhafte Landschaften warteten auf uns:




Es wurde immer karger...




Bevor es in die buddhistische Provinz Ladakh, im noerdlichsten indischen Bundesstaat Kaschmir ging, warteten noch einige Riesenpaesse, zwei davon ueber 5000 Hm, auf uns.
Hier, noch gemeinsam, auf dem Lachulang-Pass auf 5064m...




Leider hatte Martin mit dem Barni-Buggo-Syndrom zu kaempfen. Ihr erinnert euch doch noch an die dramatischen Szenen in Sibirien?! Nach etlichen Paessen und Hoehenmetern streikten Martins Knie. Die Folge war die Weiterreise der letzten 150 KM per Jeep nach Leh, der Hauptstadt Ladakhs.



Buggo (alias Sportskanone, Einzelkaempfer, Superheld, Radlgigant.) beeindruckte dann noch mit der Fahrt ueber den hoechsten Punkt der Strecke, dem angeblich zweithoechsten befahrbaren Pass der Welt Taglang La mit 5.360 Meter.




Zwei Tage nach Martin erreichte Buggo dann voellig entkraeftet die wunderschoene "Wuestenstadt" Leh auf 3500 m Hoehe. In der Region Leh regnet es sowenig wie in der Sahara. Aufgrund der Trockenheit der Hochgebirgslandschaft ist weniger als 1 Prozent der Flaeche fuer die Landwirtschaft nutzbar. Auf einer Flaeche so gross wie Bayern leben nur 130.000 Einwohner.
Nur am Indusfluss ist Ladakh fruchtbar. Wie hier am Kloster Lamayuru...




In Leh trennten sich nach emotionalen Wutausbruechen, Sticheleien, Provokationen, wieder mal unsere Wege, d.h. es lag Spannung in der Luft, was hier nicht negativ verstanden werden sollte!!!

Martin, wieder fit, radelte nach der Zeit mit Markus mit der hollaendischen Elise auf der hoechsten fahrbaren Strasse der Welt, ca. 50 Km noerdlich von Leh.




Auf dieser Strasse befindet sich auch der angeblich hoechste befahrbare Pass der Welt, der Khadung La mit 5.630 m. Doch leider gabs im ersten Base-Camp auf ca. 4.800m eine weisse Ueberraschung ueber Nacht.
Schaut her....




Schnee im Juni verhinderte die Passbefahrung. Die Strasse wurde gesperrt. Da blieb uns nur die abenteuerliche Abfahrt zurueck ins Indus-Tal.

Derweil der Buggo:

Nach der gelungenen ersten Etappe entschied sich Buggo voller Elan fuer eine weitere Radreise, die vom buddhistischen Leh ueber die Berge in das muslimisch gepraegte Kaschmirtal nach Srinagar fuehrte. Die 450 km lange Radstrecke dauerte 6 Tage und war nicht so menschenleer wie die Strecke Manali - Leh.

Auf der Suche nach neuen Weideplaetzen trifft man auf dieser Strecke viele Bakarwal-Nomaden an, die mit ihrem Hab und Gut die Strassen bevoelkern.




Wie ihr seht kann es selbst auf dieser Hoehe von 4000 m zu Staus kommen. Auch ein sogenannter "Highway" gleicht nicht immer einer deutschen Autobahn...




Nach gewonnener Schlacht gegen die Kaschmiri-Taliban feierte ich gemeinsam mit dem indischen Militaer den Erfolg...




Aufgrund der politischen Brisanz in Kaschmir, sowohl Indien als auch Pakistan wollen diese Region fuer sich beanspruchen, ist die militaerische Praesenz enorm hier. Circa 30.000 indische Soldaten sind in dieser Gegend stationiert um hier Frieden zu gewaehren. Die Kaschmiris selbst wollen mehrheitlich ein unabhaengiges Kaschmir.




In Srinagar letztendlich angekommen, genoss ich ein paar Tage auf den hier bekannten traumhaften Hausbooten am Dal-See bevor ich mich mit Martin wieder in Delhi getroffen habe.

Mehr Fotos von Ladakh und Kaschmir gibts im genialen Fotoalbum "Wir sind Helden". Reinklicken lohnt sich!


Momentan geniessen wir hier in Delhi bei ueber 40 Grad Celsius noch das indische Treiben, d.h. Rikschas, billiges und gutes Essen, Souvenir Shopping etc.

So, nun reichts!  Eure Asienreise mit uns ist nun vorbei.
Am 20. Juni, genau 10 Monate nach der Abreise von Altoetting Zentralbahnhof, gehts fuer uns beide mit dem Flugzeug nach Hause. Aber wie?

Kulturschock Bayern ist zu hart, deshalb weichen wir nach Frankfurt bzw. Zuerich aus.

Buggo fliegt am 20. nach Frankfurt, von dort aus gehts ueber mehrere Stationen u.a. Regensburg zurueck nach Oberbayern.

Martin fliegt nach Zuerich, von wo es ueber Freiburg, Barnis neuer Heimat Weilheim und Muenchen nach Hause geht.

Ja, ja nun ists wirklich vorbei. Viele Begegnungen, Geschichten und Erlebnisse werden uns im Kopf bleiben. Besonders mit dem Radl ist man hautnah am Geschehen dabei - Landschaften und Menschen veraendern staendig ihr Gesicht.
Angefangen vom erzkatholischen Altoetting ueber das neureichen Moskau, die chinesische Mauer, Tibet, dem Mount Everest, das chaotische Indien gehts nun wieder heim nach Bayern.

Schoen war's, aber trotzdem freuen wir uns schon riesig auf Zuhause, Familie, Freunde...
Wir hoffen natuerlich auf einen heldenhaften Empfang!

Herzlichen Dank auch fuers fleissige Mitlesen, es war uns eine Freude von fernen Laendern zu berichten. Danke auch fuer die vielen Kommentare die uns die notwendige Motivation gaben weiter zu reisen und auch neue Artikel zu verfassen.

Ganz zum Schluss haben wir noch ein besonderes Anliegen:
Wir haben meistens von den schoenen Seiten der Laender berichtet, doch gibt es gerade hier in Indien auch grosse Probleme. Besonders im Bundesstaat Orissa, in dem Barni und Martin geradelt sind, gibt es grosse Armut.
Dort lernten wir Thomas kennen der mit einem Freund das Projekt Efi (Education for India) gegruendet hat. Von Orissa und Thomas berichten wir im Artikel "Radltraum Indien" oder auf die Seite klicken: www.radreise-asien-2008.over-blog.net/article-28120204.html
Wir sind ueberzeugt davon, dass Spenden fuer diesen Zweck wirklich ankommen und jeder Cent fuer die Entwicklung der Kinder gut angelegt ist. Thomas hat mir eine Projektbeschreibung und Fotos von den Kindern zukommen lassen:







Was ist Efi?
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EFI ist eine Organisation von einem Freund und von mir gegründet. Wir sind der Meinung, daß Bildung eine primäre Voraussetzung für die Entwicklung eines Landes ist. Deshalb haben wir uns in einem Projekt engagiert. Efi wird von ca. 20 Mitgliedern in der Nähe von Calw getragen. Etliche Mitglieder waren schon in Indien vor Ort.


Was tut Efi?
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Efi fördert Kinder und Jugendliche, welche gerne die Schule besuchen würden, aber sich die Schule nicht leisten können. So funktioniert es:
In den ärmsten Gebieten Orissas (was auch gewißlich zu den ärmsten Gebieten Indiens gehört) arbeiten wir mit Freiwilligen und zum Teil auch mit lokalen Hilfsorganisationen zusammen. Als Freiwilliger kann man max. 3-4 Kinder betreuen und erhält eine kleine Liste mit Aufgaben. Zu den Aufgaben gehört die Auszahlung von Geldern, ein Blick auf die familiäre Situation und regelmäßige Berichte an uns. Freiwillige kommen meistens aus der indischen Mittelschicht. Sie müssen per email zu erreichen sein. Die "students", also Kinder und Jugendliche kommen aus unterschiedlichen sozialen Situationen, aber noch jedes Schicksal ist bedrückend.

Wir fördern vor allem Mädchen, sie stellen momentan einen Anteil von über 90%. Die "students" erhalten von uns eine geringe Förderung, das sind alle die Aufwändungen, welche mit dem Schulbesuch verbunden sind. Also die Mittel für die Unterrichtsmaterialien, die Schuluniform(en), ggf. ein paar Schuhe, die Prüfungsgebühren und eine Gemeinheit, bei welcher mir noch jedesmal der innerliche Kragen platzt, wenn ich damit zu tun habe und das ist oft:
Tuition! Das ist bezahlte Nachhilfe, bei der separate und auch die gleichen Lehrer die eigentlichen Unterrichtsthemen vermitteln. Gegen Geld. Wer hier nicht sein kann, der wird auch schlechte Prüfungen schreiben, also bemüht sich jedermann darum, die Lehrer erhalten extra Geld und die Privatisierung des Schulsystemes kommt durch die Hintertür.
Die Kosten pro Monat für Tuition, Kleidung, Gebühren und ggf. ein Arztbesuch im Fall der Fälle liegen bei ca. 5 - 20 Euro im Monat. Insgesamt ergibt sich eine Mischkalkulation.


Wen fördert Efi?
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Wie gesag vor allem Mädchen. Viele unserer Kinder sind Waisenkinder, leben bei Onkels oder Stiefeltern. 1998 kamen bei einem im Westen wenig beachteten Wirbelsturm ca. 70.000 Menschen in diesen Gebieten ums Leben. Daher rührt
der hohe Anteil von Waisenkindern. Daneben gibt es viele Körperbehinderte und natürlich kastenlose Kinder, also Kinder aus Familien, welche in der indischen Kasten-Rangleiter praktisch unter dem System stehen. Die Eltern, so fern es sie überhaupt gibt, sind Tagelöhner, Gelegenheitskrämer etc.....
Manche Witwen verdienen beispielsweise 2 Rupien in der Stunde, ein Betrag bei dem Sie 35 Stunden für einen Euro arbeiten müßten!


Projektumfang:
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Efi fördert in den Gebieten Jajpur, Jagathsingapur, Narashingapur und ein wenig an der Küste in Puri über 500 Kinder im Moment


Efi-Ausrichtung:
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Efi ist unabhängig, konfessionslos und keinen Interessen verpflichtet. Unser einziges Ziel ist es Benachteiligten den Schulbesuch und wenn möglich das Erlernen eines Berufes zu ermöglichen. Es gibt eine Webseite, die ist aber durch den Ärger mit den indischen Behörden und den permanent geforderten "Bakschisch"-Zahlungen, das sind Bestechungsgelder, sehr klein gehalten und Bedarf diesen Sommer er Überarbeitung. Nach dem Besuch eines hiesigen Photografen, der unser Projekt im großen Stil durch die Calwer Presse jagen wollte, hatten wir anschließend viel Ärger mit dem indischen Inlandsgeheimdienst. Das Verhältnis der Staatenregierung Orissas zu NGOs ist sehr schlecht.

Bei Fragen:
Webseite: www.efi-india.de
Ansprechpartner: Thomas Wacker wacker.thomas@gmx.net
Besuch vor Ort willkommen


Wer das Projekt finanziell unterstuetzen will kann auf die folgende Bankverbindung ueberweisen:

Vereinigte Volksbanken Calw-Weil-der-Stadt
BLZ 603 90000
Kto 87 316 609

von Buggo und Martin
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Mittwoch, 13. mai 2009

Liebe Gemeinde - helft uns!

wir sind immer noch in Indien und wissen nicht wie wir heimkommen sollen.
Die letzte Chance ist geplatzt:
Fuer die dies nicht wissen, wir hatten bereits die Heimreise auf einem Containerschiff gebucht und bezahlt (!). Doch das Schiff ist derzeit am Horn von Indien in Piratenhand. Naeheres auf www.spiegel.de!

Somit bleibts spannend wann, wie, bzw. ob wir heimkommen.
Was bleibt uns uebrig:

VOLLGAS INDIEN!


Durch diverse spirituelle und metaphysische Praktiken versuchen wir uns auf ein lebenslanges, glueckliches Leben in Indien einzustimmen.

Die da waeren:





...Buggo beim Handlesen (Die Zukunft sieht in allen Belangen rosig aus, berufliche Karriere etc.)

Weitere 'indische' Aktionen waren buddhistische Meditation, Yoga und Astrologie - Spannend!

Wir sind auch Freunde geworden vom unabhaengigen Leben in der Natur. Schnell fanden wir Gleichgesinnte auf dem Rainbow-Festival in den Waeldern Nordindiens...


 


Eine ganz 'spezielle' Verbindung hatten wir zu diesem Mann:

 



Juergen Rischke aus Gera, Thueringen.
Doch hier kennt man ihn unter seinem spirituellen Namen Ananda Dasi. Es ist auch verstaendlich da er von unserer voellig kommerzialisierten Welt die Schnauze voll hat - Wie er so schoen sagte.

Wie ihr seht hatten wir Spass auf dem Festival.

Inspiriert von dieser Veranstaltung ging die Reise mit dem Radl weiter durch die wunderbare Berglandschaft des Vorhimalayas. Dort haben wir uns hoffentlich wieder zu vernuenftigen Menschen verwandelt. Das Urteil darueber bildet ihr euch am besten selbst nach unserer Heimkehr.









Unsere Reise fuehrte uns an den wuenderschoenen Ursprung des Ganges. Seht selbst...





Leider bringen es die Inder fertig eines ihrer groessten Heiligtuemer, den Ganges, in eine Muellkippe zu verwandeln. Ausserhalb der Staedte zeigte sich der Fluss zum Glueck auch von einer anderen Seite.
Zahlreiche Wanderpilger (Sadhus) gehen an den Ufern bis zu den Quellen im Himalaya auf bis zu 6000 Meter Hoehe.




Die Sadhus leben wirklich beeindruckend einfach - in selbstgebauten Hoehlen und provisorischen Huetten ueberstehen sie die kalten Naechte. Die Verpflegung ist einfach - selbstgebackenes Brot und eine handvoll Linsen...





Die Nordinder sind ganz anders. Wir vergleichen sie gerne mit den Bewohnern Sibiriens - zurueckhaltend, schuechtern, desinteressiert aber hoeflich.
Die Zahl der Interviews war bei weitem nicht mehr so hoch wie im Rest Indiens. Aber es gab sie doch:

 

 




Die Menschen hier leben zwar nicht auf den Baeumen, doch diese Frau hatte nach unserer Ankunft wohl etwas Angst...





Nach knapp 5 Monaten gewoehnen wir uns immer besser an das gemuetliche, vorbeiziehende indische Leben. Buggo ist sogar schon zu faul sich selbst zu rasieren...




In Dharamsala leiten wir einen beliebten Frauen-Wandertreff. Frauen im Alter von 20 - 27 sind hier herzlich willkommen...





Ihr seht wir geniessen das Leben.

Wir hoffen doch sehr, dass ihr uns wieder zurueckhaben wollt und zu Hause aufnehmt, denn sonst koennten wir so enden:





Leo fluechtete in den 70er Jahren aus dem beruehmten und beruechtigten 'Polizeistaat' Schweden und wurde in der groessten Demokratie der Welt, Indien, mit offenen Armen empfangen.

Wir koennen zum Glueck noch klar denken, es ist also nicht zu spaet -
Holt uns hier raus!

Buggo & Martin
von Buggo und Martin
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Mittwoch, 1. april 2009
Liebe Leute!

Es ist wie ueblich in Indien, wieder mal einiges passiert. Ich bin mit Peter und dem Radl immer weiter Richtung Sueden, so weit bis es nicht mehr ging. Aber der Reihe nach...

Peter, hat mittlerweile mit seinem indischen Radl Kultstatus entwickelt. Besonders sein gruener Koffer auf dem Gepaecktraeger ruft immer wieder Begeisterung unter den Indern hervor.





Ich habe ihm vorgeschlagen doch fuers deutsche Fernsehen zu arbeiten und eine Kindersendung zu moderieren. Ich faends super. Ich haette schon viele Ideen - Evtl. "Peter auf Reisen - Heute in Usbekistan" - kommt bestimmt gut an. Ein neuer Peter Lustig scheint geboren.

Ihr seht in Indien kommt man auf allerhand Schmarrn. Dass wir nicht die einzigen sind, beweist das kanadische Paar Jeada und David, die seit mehreren Jahren mit einem indischen Originalradl in Indien unterwegs sind.
...da ziehe ich mit meinem Hightech-Mountainbike den Hut!





Nun aber ein echter Hoehpunkt der Reise - Die Suedspitze Indiens

Hier fliessen "symbolisch" drei Meere zusammen, der Golf von Bengalen, die Arabische See und der indischen Ozean. Diese Stelle ist natuerlich schon lange ein religioeser Ort der Verehrung. Deshalb  wurde auch die Asche von Mahatma Gandhi hier ins Meer gestreut.
So kommen an diesen Ort viele religioese Pilger und auch Gandhi-Fans zusammen und geniessen mit uns das koestliche Nass, das bei Aussentemperaturen um die 35 Grad eine echte Erfrischung ist.





Die Bayernfahne, die ich von Familie K. aus M. mitbekommen habe, zeigt nun auch an, dass die Reise vorbei ist und es wieder in die bayerische Heimat gehen sollte.

Indien ist auf dem Landweg erreicht, ausgiebig per Fahrrad erkundet und ich war sogar am Suedspitzerl.
Die grosse Frage ist nun:

Wie geht's heim?

Einfach das Radl umdrehen und wieder heimradeln - Geht nicht, das dauert zu lang

In den Flieger steigen und heimfliegen - Zu langweilig und "Oekosau"

Mit dem Zug heim - Nachdem das Schienennetz zwischen Indien und Altoetting zum Teil so dicht ist wie in Niederbayern - Vergiss es!

Da bleibt eigentlich nur eine Moeglichkeit:
Selbst und irgendwie schnell - das Auto!
Immerhin weit besser und umweltfreundlicher als fliegen, erleichtert uns auch ein indisches Unternehmen die Entscheidung -

Tata-Motors
Die inidsche Firma wurde bereits im 19. Jahrhundert gegruendet und erlebt zur Zeit einen Riesenboom. Letztes Jahr hat das Unternehmen die Firmen Jaguar und Landrover gekaut und expandiert weiter. Der Chef der Firma, Rathan Tata, macht in Europa auf den Automobilshows kraeftig Werbung fuer seinen Kleinwagen, der in Indien bereits verkauft wird- Der TATA NANO
Der Wagen ist fuer 100.000 Rupies zu haben, das entspricht ca. 1.500 Euro.

Da Buggo und ich kein Auto kaufen wollen, nahmen wir bereits kurz vor der Reise Kontakt per Email mit der Promotion-Abteilung von Tata-Motors auf. Anfangs noch zoegerlich stimmten sie zu, eine aussergewoehnliche Idee zu unterstuetzen.

Auf dem Landweg mit dem Tata Nano von Indien nach Deutschland.
Die Firma will laut email, durch die Fahrt die Langlebigkeit des Nano beweisen und damit die Bedenken die der europaeische Markt gegenueber einem indischen Auto hat, zerstreuen.
Wir findens natuerlich toll, da das Unternehmen die fuer uns so laestigen Visa-Angelegenheiten erledigt und uns nicht zuletzt einen brandneuen Nano zur Verfuegung stellt. Der wird ungefaehr so aussehen.





Die Farbe duerfen wir noch waehlen. Ausgestattet wird das Gefaehrt noch mit einem Dachstaender fuer die Raeder (das wird bestimmt knapp) und evtl. bekommen wir sogar ein Begleitfahrzeug gestellt. (Buggo, ich frag mal ob die auch einen indischen Koch mitschicken koennen :-)
Mehr nachlesen koennt ihr bald in ca. 2 Wochen unter www.tatamotors.com/promotion/india_to_europe.74531.htm

Ja soweit mal, wir halten euch auf dem laufenden wegen der Reiseroute, etc.

In den naechsten Tagen werde ich auf alle Faelle mit dem Zug nach Delhi fahren (ca. 50 Stunden und 3000 KM), dort treff ich den lieben Markus wieder, wo wir dann gemeinsam zum Tata-Werk nach Lucknow fahren.

Bis bald, machts gut.
Martin
von Martin
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Donnerstag, 26. märz 2009


Wertes Volk,

nachdem ich von den Andaman Inseln voellig entspannt und mit neuem Tatendrang zurueckgekehrt war, entschied ich mich anstatt,  wie urspruenglich geplant nach Suedindien, in das von Touristen kaum besuchte Bangladesch zu reisen.

Da vielleicht der ein oder andere nicht soviel ueber dieses Land weiss, versuch ichs mal  kurz zu erklaeren.

Das hier ist schon mal die Fahne...




Geschichte

Als Britisch - Indien von Grossbritanien 1947 in die Unabhaengigkeit entlassen wurde, entstanden zwei neue Staaten. Nach der Teilung des Landes in einen mehrheitlich hinduistischen Staat, das heutige Indien, und einen muslimischen Staat, das heutige Pakistan, wurde das ueberwiegend muslimische Ost - Bengalen,  heutiges Bangladesch, Pakistan zugeschrieben, von dem es durch Indien geographisch getrennt war. Somit war ab 1947 Westpakistan ( jetzt Pakistan) und Ostpakistan (jetzt Bangladesch) ein Staat der ueber 1500 km voneinander getrennt war.

Obwohl beide Teile islamisch waren, hatten sie grosse kulturelle und sprachliche Verschiedenheiten.
Die Einkuenfte des fruchtbaren Osten flossen hauptsaechlich in den westlichen Teil und der wiederum steckte das Geld in das Militaer. Ausserdem war Ostpakistan in der Staatsverwaltung und im Militaer stark unterrepraesentiert. Die angespannte Situation spitzte sich ueber die Jahre weiterhin zu und fuehrte dann letztendlich 1971 zum Unabhaengigkeitskrieg, der wiederum 9 Monate andauerte. Die westpakitanische Armee versuchte mit aeussester Brutalitaet die Unabhaengigkeitsbestrebungen Ostpakistans zu bekaempfen, als aber letztendlich die Weltoeffentlichkeit zunehmend darauf aufmerksam wurde und Indien Bangladesch bei deren Bestrebungen unterstuetzte, konnte im Dezember 1971 die Unabhaengigkeit erklaert werden. Somit war Ende 1971 der Staat Bangladesch ( uebersetzt, Land der Bengalen)  entstanden.

Der Unabhaengigkeitskrieg hinterliess aber leider eine voellig zerstoerte Wirtschaft und hatte ca. 10 Millionen Fluechtlinge zur Folge die hauptsaechlich in das benachbarte Indien flohen. Auch in den letzten knapp 40 Jahren wurde das Land immer wieder in ihrer Entwicklung gebremt, teils durch politische Probleme, aber auch teils aufgrund der Tatsache, dass es aufgrund ihrer geographischen Lage immer wieder von regelmaessig auftretenden Ueberschwemmungen oder Zyklonen heimgesucht wird. Die Tendenz der letzten Jahre ist jedoch durchaus positiv, die Armut konnte reduziert werden und auch die Korruption ist nicht mehr so stark verbreitert wie vor Jahren noch.


Land und Leute

90% der 150 MIllionen Einwohner in diesem Land sind Muslime. Mit 1066 Einwohner pro km2 ist es der dichtbevoelkerste Flaechenstaat der Welt. Wenn man die bevoelkungsreichsten Staaten weltweit Indien ( Dichte 349 pro km2) oder  China ( Dichte 140 km2) dazu vergleicht, dann kann man sich ein bisschen vorstellen wie viele Leute hier auf engsten Raum aufeinander leben.

 

 

Lage Bangladesch auf dem Subkontinent


Datei:LocationBangladesh.svg

 



Mein Reiseverlauf

Mit Klaus, den ich auf der Botschaft in Kalkutta getroffen habe, machte ich mich gemeinsam auf den Weg ueber die Grenze und dann in das kleine Doerfchen Mongla im Suedwesten von Bangladesch. Klaus und seine Familie unterstuetzen dort eine Familie und speziell die Schulbildung des 14 jaehrigen Sabuj.

 

Klaus und die Jungs der Familie.

Anmerkung  
Zuerst essen in Bangladesch die Maenner unter sich, erst wenn die Maenner fertig und gegangen sind sitzen sich die Frauen an den Tisch und speisen. 

Hoert sich komisch an, is aber so.....


Die Jungs zeigten uns mit Begeisterung jede Ecke dieses Doerfchens.......



Dank meiner unwesentlichen koerperlichen Vorteile von vielleicht gerade mal 50 cm konnte ich die Kompaktfuessler aus Bangladesch gerade noch in die Schranken weisen. 
( Flo, Randy, hier wuerds euch gefallen!!)




sogar Fussball musste ich mit den Kleinen spielen....    Kurz vor dem finalen Elfmeter...


Hier noch paar weitere Eindruecke aus Mongla



....ein netter Fischer






















                                                                                                                            .....Strassenverkaeuferin....





...die Dorfschulklasse und ich



Nach den super Tagen in Mongla, fuehrte die Reise weiter nach Dhaka, nicht auf dem Landweg,  sondern mit dem genialen, nostalgischen Wasserraddampfer  aus dem 19. Jahrhundert....





Die Fahrt gehoerte zu den absoluten Hightlights der bisherigen Reise, da es so interessant war einfach nur auf dem vorderen oberen Deck zu sitzen und das Leben zu beobachten, das sich im Wasser und an beiden Uferseiten davon abspielt hat.
Da es in Bangladesch sehr viele Fluesse gibt uns daher viele Menschen vom Fischfang leben sind die Fluesse hier sehr belebt, ausserdem werden die meisten Gueter mit Booten von A nach B transportiert.


Auch hierzu paar Abzuege fuer euch

 

....Kuehewaschen...











...spielende Kinder...





....ein Junge beim Fischen...


Dhaka

Die Hauptstadt Bangladesch gilt mit ihren 16 Millionen Einwohnern als eine der chaotischen und anstrengensten Staedte der Welt.      Mein Urteil dazu.      Voellig zurecht!
Offiziell nicht bestaetigt aber meines Erachtens muessen die Haelfte der Einwohner Rikschafahrer sein...



Unglaublich wie die Strassen hier bevoelkert sind... ein Beispiel dazu

Ich brauchte fuer eine Entfernung von 12 - 13 km ( extra nachtraeglich nachgemessen !!) mit dem Bus 2 Std. !  und das in der absoluten Mittagshitze. Haette fast meinen Sitznachbarn eine mitgegeben, weil ich so genervt war von der Sache....ihr wisst, dass sowas nicht oft vorkommt bei mir...

Aber eben trotz dieser extremen Chaotik gibt es auch hier in Dhaka viel zu sehen, die Hauptattraktion fuer mich war einfach den Verkehr als Aussenstehender zu beobachten, das hat mir wirklich Spass gemacht...
Es trifft sich hier alles auf der Strasse, hauptsaechlich Rikschafahrer, aber auch viele die teils unmenschliche Lasten mit ihrer Muskelkraft durch die Strassen ziehen muessen..

                                                                            



Die Lebensader dieser Stadt ist der Buriganga Fluss, da die ganzen Waren aus dem Lande hier ihren Weg in die Hauptstadt finden.

Paar Bilder vom Ufer und vom Gemuesemarkt...














unglaubliche Lasten werden hier rumgeschleppt...




...geschaeftiges Treiben am Buriganga Fluss zu abendlicher Stunde....



Nach Dhaka begab ich mich noch fuer eine Woche in die oestlichste Provinz Bangladeschs, nach Chittagong.

St. Martin Island

Der suedoestlichste Punkt Bangladesch, nur einen Steinwurf von Burma, Myanmar, entfernt ist die Koralleninsel St. Martin.



...Bengalis beim Baden...






....Muschelverkaeuferin...




Auf einem Spaziergang um die Insel stoss ich per Zufall auf ein Fotoshooting und mir wurde hierbei die unglaubliche Ehre zuteil dem bengalischen Superstar der Filmszene kennenzulernen.  Name Hasan Ferdous!!  rechts unten im Bild.

Die bengalische Antwort auf unsren Monaco Franze oder auf Chuck Norris ist nicht nur in Bangladesch, sondern auch im benachbarten Indien eine bekannte Groesse.

Mein Vorschlag auf eine Boesewichtrolle im bald erscheinenden Film fand er leider nicht ganz so genial wie ich, daher bliebs nur bei einem Plausch.





.... anscheinend war ich hier nicht der erste,  hier haben wohl schon mal paar Hirtner oder Garchinger ihre Spuren hinterlassen..... 

Wer Interesse hat, schreibt mir, ich verrat euch wies ausgegangen is....



Fazit Bangladesch

Die Leute in diesem Land sind wirklich einmalig, ich habe noch nie so nette Menschen kennengelernt wie in diesem armen Land. Da es so gut wie keine Touristen gibt, wollen sie alles von einem wissen.  Los gehts mit   "Country?" , dann irgendwann mal der Name und dann was man hier eigentlich macht.
Erstaunlicherweise interessiert sie alle ob man von West oder Ostdeutschland kommt und viele wissen gar nicht, dass es mittlerweile wieder ein Land ist. Mir wurde soviel Herzlichkeit entgegenbracht in Form von Geschenken und Einladungen, dass ich oft gar nicht wusste wie ich darauf reagieren sollte. Jeder wollte mir was erzaehlen und zeigen und nach kurzer Zeit bekam ich meistens eine "Businesskarte" , auf die sie meistens besonders stolz waren.
Das aber wiederum wird nach ner gewissen Zeit wirklich anstrengend, da man sich nirgends hinsetzen kann ohne angelabert zu werden, jeder dreht sich um und starrt einem an.
Spasses halber hab ich mal paar Fotos in alle Richtungen geschossen als es besonders extrem war.
Hier ein Beispiel dazu von einer Himmelsrichtung bloss.



 
Aber wie bereits erwaehnt fuehlt man sich hier zu jeder Zeit herzlichst willkommen, die Leute freuen sich einfach nur mal einen Nicht - Bengali zu sehen und zeigen das einem auch.
Jedoch braucht man starke Nerven sonst flippt man mit der Zeit aus....

Wie gehts weiter?

Ich bin seit gestern wieder in Kalkutta und geniesse wie gesagt die Ruhe um mich herum. Paar Tage werd ich noch hier in der Gegend verbringen bevor ich um den 5. April nach Delhi zurueckkehre und den Martin Schmoelz Neuhauser wieder treffe.

Ihr hoert von mir....

beste Gruesse

Markus, Buggo

von Barni J.R.
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Freitag, 20. märz 2009
Meine zwei (Ex-)Reisekameraden haben mit ihren Artikeln ja schon vorgelet - Schoen zu lesen, gewesen!

Ich bin derweil mit dem Zug Richtung Sueden abgefahren mit dem Ziel Mysore.
Schoen anzuschauen diese Stadt, besonders nachts der Palast des Maharadschas....





Dieser Palast wird mit 95.000 90-Watt Gluehbirnen beleuchtet.
Da schimmert noch etwas durch von dem verschwenderischen Prunk den die Maharadschas (fruehere Herrscher Indiens) damals lebten.
Aber trotzdem ist das meine persoenliche Oeko-Sau des Monats!

In Mysore wird aber auch auf Umweltschutz geachtet. Es wird recycled. In den Maerkten gibt es so einige Haarverkaeufer, die Second-Hand-Haar anbieten. Beste Abnehmer sind uebrigens die Europaer, die das schoene indische Haar zur Haarverlaengerung nutzen.
Ich bekam fuer meine wallende Maehne ein Angebot von 100 Rupies (entspricht 1,50 Euro). Zu wenig, da wart ich noch auf bessere Angebote!!!




In der Stadt hab ich wie abgemacht Nichole aus England getroffen, die ganz tapfer mit einem indischen Mountainbike durch Indien saust.
In Nepal hab ich sie und Christa, eine Schweizerin, mit dem Radl-Virus infizieren koennen - naechsten Tag sind sie ins Radgeschaeft und gemeinsam nach Indien abgefahren.

Als ich sie hier im Sueden wiedertraf, hat sie mich mit kraeftigen Wadln ueberrascht und haengt mittlerweile alle Inder ab....





Wir sind also gemeinsam los, doch ein indisches Radl ist eben nicht gerade Leichtgang, besonders in den Bergen. So haben wir ausgemacht, dass jeder sein Tempo faehrt und ich dafuer umso oefter Pausen einlege und auf sie warte. Kokosnussverkaeufer, Fruchtsaftstaende und Teebuden wuerden mit das Warten zur Freude machen. Waere nicht das gewesen:

Vorbeibrausende Inder auf Motorraedern und in Autos haben mir folgendes gesagt:
"Your Wife is very behind! You have to wait. Take some luggage of her!"
(Uebersetzung: Deine Frau ist weit zurueck. Du musst warten. Nimm das Gepaeck von ihr!)

Bis ich dann erklaert habe, dass Nichole nicht meine Frau ist und wir beide unser eigenes Tempo fahren wollen, wars meistens schon zu spaet - Mehrere Maenner schimpften auf mich ein, bis Nichole kam und die Maennermenge beruhigen konnte.
Da hab ich mir schon meinen Teil gedacht. Die indischen Maenner die ihre Frauen am liebsten zu Hause verstecken schimpfen gerade mich. Ts, ts, ts

Im Sueden ists aber gar nicht so schlimm, mit der Unterdrueckung der Frau. Frauen sind im Gegensatz zum Norden mehr am oeffentlichen Leben beteiligt und besitzen zum Teil sogar eigene Geschaefte.
So bin ich sichtlich besser in Kontakt zu Frauen gekommen....





Dieses Foto stammt uebrigens von einer Hauseinweihungsparty auf die wir freundlich eingeladen wurden. Es waren bestimmt 300 Personen anwesend und glich mehr einer Hochzeit. Es gab religioese Rituale, die Brahmanen (hinduistische Priester) vornahmen und natuerlich ordentlich was zum essen.
So ein Festessen laeuft ein bisserl anders ab als bei uns:
Alle sitzen in der Reihe, bekommen ein Bananenblatt, die einzelnen Gaenge (22!) wurden aus einem Eimer auf das Blatt geklatscht und gegessen wird natuerlich mit den Fingern. Mir hats geschmeckt!





Die Landschaften die wir in den Bundesstaaten Karnataka, Tamil Nadu und Kerala durchradelten waren grandios. Sanfte Huegel, Palmenwaelder, Seen und Fluesse und das alles im satten tropischen Gruen.





Es wurde auch ernsthaft steil. Nichole wich einige Male auf den Bus aus, ich quaelte mich bei teils ueber 30 Grad durch die Berge. Auf der Reise besuchte ich die Bergorte Ooty, Kodaikanal und Munnar, die alle vor ungefaehr 100 Jahren von den Briten gegruendet wurden um der Hitze aus dem Flachland zu entgehen.
Heute werden die Orte, die alle auf ca. 2000 m Hoehe liegen, aus dem selben Grund von auslaendischen aber auch indischen Touristen besucht.
Die Wege dorthin sind abenteuerlich...





... aber die Anstrengungen haben sich wirklich gelohnt. Die Menschen hier, besonders in Kerala sind unglaublich freundlich und hoeflich. Das Angenehme ist, dass in Kerala fast alle Englisch sprechen, egal ob jung oder alt.
Die Alphatisierungsrate liegt in Kerala bei ueber 90 Prozent, das heisst das fast alle die Schule besuchen bzw. besuchten, in der auch immer Englisch gelehrt wird.

So ists auch moeglich in kleinen Dorfwirtschaften einen Ratsch zu machen....





Kerala ist generell unglaublich liberal und weltoffen.
Warum??
Vielleicht liegts an der Geschichte Keralas, das fruehzeitig Einfluss von verschiedenen Kulturen und Religionen hatte. Portugiesen, Hollaender, Englaender, aber auch Syrer, Araber und Chinesen kamen meist per Schiff nach Kerala und haben ihre Spuren hinterlassen.
Seit etwa 50 Jahren gehen viele junge Keralaer auch ins Ausland um dort zu arbeiten. Die meisten gehen in die Golfstaaten, verdienen dort ihr Geld und schicken eine Riesensumme auch nach Hause nach Kerala.

Trotz der Weltoffenheit haben sich die Menschen ein paar bemerkenswerte Traditionen erhalten.
Da ist zum Beispiel der Lungi.
Der Lungi ist eigentlich nur ein ganz normales Tuch, das erst bei richtigen Gebrauch am Mann die Wirkung entfaltet.
Josef, der heisst wirklich so(!), zeigt uns die Technik fuer den Wickelrock....





So ein Lungi macht doch einen Mann erst zum Mann....?!





Selbst die Goetter tragen das schoene Stueck.





Nun komm ich aber zum Titel des Artikels: "Indien-Kaffee-Haus-Tour".
Tja, nach langer, langer Zeit grosser Entbehrungen - ich meine hier den Kaffeeentzug seit sieben Monaten- bin ich im Kaffeetraumland angekommen.

Nachdem ich erfahren habe, was neben den Radlwegen so waechst, war ich nimmer zum Halten und ich machte mich mit den oertlichen Kaffeebauern auf den Weg durch die Plantagen auf der Suche nach der Kaffeebohne.


         


Aber wie jeder weiss, entfaltet der Kaffee erst sein Aroma wenn er richtig geroestet und zubereitet wird. Eine indische Institution kann das richtig gut.

Das Indian Coffee House

Die Kaffee-Haus-Kette die in den 40er Jahren von den Briten gegruendet wurde ist Kult!
Seit den 50er Jahren ist das IndianCoffeHouse im Besitz der Arbeiter, quasi in genossenschaftlicher Selbstverwaltung. Die Einrichtung und die Uniform der Kellner haben sich seit dieser Zeit nicht gross geaendert.





In Kerala gibt es 51 Filialen des Kaffeespezialisten. Bisher war ich erst in drei, aber ich bin schon ein grosser Fan dieser zeitlosen gemuetlichen Atmosphaere.
Die restlichen 48 Filialen geben mir genuegend Motivation weiter diesen schoenen Bundesstaat per Radl zu erkunden. Nichole ist leider schon Richtung Mysore zurueckgefahren zum Yoga-Kurs.

Einen neuen Mitstreiter, ebenfalls IndianCoffeeHouse-Fan, habe ich schon gefunden - Peter aus Bogen.





Peter, vom Beruf Designer, will natuerlich nicht mit einem stillosen Mountainbike durch Kerala fahren. Da muss echter Style her. Er hat sich fuer ein indisches Modell entschieden, und hats schon festlich fuer die Jungfernfahrt geschmueckt...





Ab morgen gehts los in die sogenannten Backwaters, bevor ich Ende Maerz dann in Varkala am Strandort landen werde...
Bericht wird folgen!

Das Fotoalbum: "Indien-der-Sueden" muesst ihr euch unbedingt noch anschaun!

Machts gut, geniesst den Fruehling
Martin


von Martin
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Donnerstag, 5. märz 2009


Hallo liebe Leute,

zuerst mal, ich lebe!!      Nachdem ich auf den Andaman Inseln mehr oder weniger von der Aussenwelt abgeschottet war, bin ich seit paar Tagen wieder auf dem indischen Festland, Kalkutta, angekommen.

Der Fasching sowie die Negativserie des FC B. sind somit voellig an mir vorbei gegangen, wobei letzteres mich doch noch mehr aufgeheitert haette....

Nachdem der Barni bereits sehr treffend Kalkutta beschrieben hat, will ich euch noch paar Bilder dazu liefern.
 
Das wohl bekannteste Bauwerk Kalkuttas ist das koloniale,  aus weissem Marmor gebaute Victoria Memorial genannt nach der gleichnamigen englischen Koenigin Victoria aus der Zeit des 19. Jahrhunderts. Generell ist das Stadtbild Kalkuttas noch sehr von der Kolonialzeit gepraegt, da es bis 1911 Hauptstadt der Kolonie Britisch - India war.





























Sehr befremdend zumindest fuer die westlichen Touristen duerften die hier noch verwendeten Laufrikschas sein, wie in den folgenden Bildern ersichtlich ziehen diese "Jungs" ,meistens Barfuss und rennend, ihre Klienten durch die ueberfuellten Strassen Kalkuttas. Es ist hier noch die einzige verbliebene Stadt in Indien, in der dies noch erlaubt ist, jedoch werden keine neuen Lizenzen mehr vergeben um diese Arbeit auffuehren zu duerfen.
Die Eigentuemer dieser Rikschas protestieren jedoch gegen die neue Regelung, da sie sich um ihre einzige Einnahmequelle bedroht fuehlen.

Man stelle sich deren Arbeitsbedienungen in der Monsumzeit vor, wenn sogar die Strassen noch voll Wasser sind...

Respekt vor diesen Maennern!!






























Nach einer Woche in Kalkutta und zaehen Verhandlungen am Schalter der Indian Shipping Corporation konnte ich Gott sei Dank noch ein Ticket fuer die Faehre auf die Andaman Inseln erwerben.
Vollgepackt mit Essen machte ich mich mit 750 anderen Passagieren auf den Weg in die dortige Hauptstadt Port Blair. Obwohl die Fahrt 5 Tage und 4 Naechte dauerte wurde es nie langweilig, man fand immer Leute fuer einen Ratsch oder fuer eine Partie Schach.

Fuer die 735 Inder an Board waren wir Touristen die grosse Attraktion. Diese Jungs auf dem Foto waren sozusagen mein eigener Begleitschutz, sie folgten mir fast jeden Tag auf Schritt und Tritt, somit fuehlte ich mich sehr sicher ;)
Wir konnten nicht miteinander kommunizieren, aber das war egal, sie starrten mich einfach die ganze Zeit an und lachten und waren anscheinend gluecklich damit....

... wenn ich doch zu hause die Menschen aehnlich leicht begluecken koennte  ... 































Andaman Inseln

Nach Tagen voller Vorfreude erreichten wir dann aber doch zum Glueck die gelobten Inseln...

1.200 km vom indischen Festland entfaehrt liegt die aus 200 Inseln bestehende Inselgruppe der Andamanen und Nikobaren. 400.000 Menschen leben auf diesen Inseln, die durch den Tsunami 2004 aber leider nicht verschont geblieben sind.


Datei:AndamanenUndNikobaren.png




Impressionen von den Inseln.....


..mein persoenliches Lieblingsphoto...





..Ureinwohnerin..



























































Millionen von kleinen Krabben bewohnen die Straende...


































.....verlassene Straende....





























...Obsthaendler...




























 

Meine Haengematte in unmittelbarer Strandnaehe....

 



























Nachdem ich 1 Monat auf diesen traumhaften Inseln verbringen durfte, bin ich wie jetzt wieder in Kalkutta. Die Hektik war ich erst gar nicht mehr gewoehnt, aber schoen langsam komme ich wieder mit dem indischem Leben klar.

Danke fuer eure Aufmerksamkeit....

bis die Tage

Markus alias Buggo


von Barni J.R.
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Freitag, 27. februar 2009

So hat Guenter Grass einmal Kalkutta bezeichnet, als er es vor 20 Jahren besuchte. Da kann ich ihm nicht zustimmen. Zwar 16 Mio. Einwohner, alles dicht auf dicht, Smog, Laerm, Dreck, aber doch besitzt es einen gewissen Charme: Koloniale Gebaeude, Stadtparks, Museen, freundliche Menschen, fantastisches Essen,... eine interessante Stadt!

Was nicht zuletzt auch an der bunten Mixtur aus Reisenden liegt, die man im Hostel und auf der Strasse trifft: da ist zum Beispiel der 70-jaehrige liebeskranke Aussteiger Peter, der jeden Tag um vier auf dem Dach die Kraehen fuettert und dabei mit ihnen ratscht; Christiane, die u.a. in Afghanistan und Uganda Briefmarken fuer die Regierung druckt und in Kalkutta gerade ein Buch schreibt; Roberto und Raul, die durch ihre Weltradltour Geld sammeln wollen fuer einen lungenkranken Freund, der eine Transplantation benoetigt; Erika, die eigentlich zur finnischen Armee wollte und jetzt Freiwilligenarbeit im Mutter Theresa Haus macht; die “eingefleischte” Vegetarierin Katharina (beim Biss in ein Chicken Sandwich: “Ich bin eigentlich auch Vegetarierin... aber ich hab jetzt einfach Hunger!”); der Inder Santosh, der soviel weiss, z.B. in welchem Jahr Boris Becker gegen wem im Finale stand; und natuerlich einige Aussteiger wie z.B. Sep, der jeden Tag um 4 Uhr aufsteht, um erst eine Stunde zu meditieren und anschliessend 1 ½ Std. Yoga zu machen (zum Glueck ohne dabei zu singen wie Opa Acha:)...

An einem Tag konnte ich bei einem Ausflug in den Zoo dabei sein, zusammen mit 10 Freiwilligen, einem Kamerateam von Kalkutta TV und 70 tobenden Strassenkindern vom Mutter Theresa Haus (Zoo in Indien: “Gehege” reduziert sich auf rostige Kaefige, Glas und kalte Kacheln und indische Besucher bewerfen schlafende Raubkatzen mit Kichererbsen); einmal waren wir auf einem Puja-Festival zu Ehren Shivas und haben uns vor einem lebendigen Gott auf den Boden geworfen; und am Faschingsdienstag waren wir auf der Faschingsfeier vom Goethe-Institut. Motto: Kalkutta Helau! Zu Bier und Kartoffelsalat wurden deutsche Gassenhauer serviert, vom Ententanz ueber Griechischen Wein bis zu Koenig von Deutschland. Und der indische Waechter hatte seine Muehe, die vielen Kinder fernzuhalten, die neugierig durch das Tor spaehten...

Wenn es irgendetwas nicht gibt in Indien, dann ist das Langeweile. Deshalb sag ich heute nicht nur Adieu, sondern auch Bis bald!

Am Nachmittag radele ich also zum Flughafen raus und hoffe, dass Singapore Airlines von meinem Radl genauso begeistert sind wie ich...

Schoene Gruesse aus Kalkutta,


Barni

von Barni J.R.
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Donnerstag, 19. februar 2009
Liebe Blogleser!
Nachdem wir uns lange nicht mehr gemeldet haben, gibts heute einen Riesenbericht.

Was ist passiert?
Wie ihr bestimmt noch alle wisst, hat uns Buggo verlassen.
Wir haben die tiefe Trauer wahrscheinlich nur durch unsere Lieblingsbeschaeftigung, dem Radln ueberwinden koennen. Voller Tatendrang sind wir also von Varanasi Richtung Orissa (einem Bundesstaat an der Ostkueste Indiens) losgestiefelt.

Von der saftig-gruenen Gangesebene (siehe letzter Artikel) ging es hinauf in eine huegelige Landschaft mit teils dichten gruenen Waeldern, aber auch trockenen Steppen.
Das Radln war wunderbar, da wir immer kleine Strassen fanden, die uns von Zeit zu Zeit in idyllische Doerfchen fuehrten....





Kaum kommt man in ein Dorf, werden alle Bewohner mit der grossen Buschtrommel zusammengetrommelt um uns anzukuendigen....





Sogleich versammeln sich die Bewohner...





...und stellen viele Fragen.

Die besten haben wir fuer euch ausgewaehlt und in Kategorien unterteilt:

Persoenliche Fragen:
- Seid ihr Brueder? (Die Frage finden auch wir sehr berechtigt!)
- Seid ihr verheiratet?
- Habt ihr schon mal Reis gegessen? (Seit Monaten taeglichl!!!!)
- Was verkauft ihr? (...waehrend sie auf unsere grossen Taschen deuten: Auf diesem Bild wuehlen die           Neugierigsten schon mal in den Taschen.)

Technische Fragen:
- Ist das der Anlasser? (....und deuten auf Martins Spiralkabelschloss)
- Ist das die Batterie? (...und deuten auf Barnis Faltschloss)
- Ist das der Tank? (...und deuten auf unsere Alu-Trinkflaschen)

Unsere Lieblingsfragen:
- Kann ich ein Autogramm haben? (Sogar abends um halb Zehn hat ein treuer Fan vom Balkon aus sein Buechlein durch unser Fenster gestreckt.)
- Trainiert ihr fuer die Tour de France?
- Fahrt ihr fuer das Guiness Buch der Rekorde?

Die besondere Frage:
Welcher Kaste gehoert ihr an?

Gestellt wurde uns diese Frage von Opa Acha (im Bild unten), mit dem wir eine Nacht das Zimmer teilen durften. Nachdem alle Hotels in Robertsganj belegt waren, wurden wir in sein Haus eingeladen, um dort die Nacht zu verbringen. Fuer Opa Acha dauert eine Nacht (diese Nacht auch fuer uns) nur bis 4 Uhr morgens. Da steht der lebendige 82jaehrige Mann, der uebrigens Englisch spricht, auf und begruesst die fruehe Stunde mit religioesem Singsang. Das war schoen, doch zu frueh....





Ueberhaupt war die Gastfreundschaft der Inder ueberwaeltigend: Restaurantrechungen wurden bezahlt, ein Hotel liess uns kostenlos uebernachten und bei den Ortseinfahrten zeigten uns eifrige Burschen den Weg zum Hotel und am naechsten Tag wieder raus aus der Stadt,...

Unterwegs wirds auch nie langweilig, da man immer wieder auf Ueberraschungen trifft. Dazu gehoerten z.B. ein Interview mit einer Lokalzeitung, eine Polizeivisite im Hotel um 12 Uhr nachts oder eine Singstunde mit 70 indischen Lehrern (unser Beitrag: "Ueber den Wolken" und "Oh Tannenbaum").
 
Auch technische Raffinessen haben uns begeistert:

Die Wasserschoepfanlage (Mit ihr wird Flusswasser auf die Reisfelder geleitet.)





....und die Seilwickelmaschine (Bestehend aus Bett und Radlfelge).





Was uns in Indien nicht mehr ueberrascht, sind die vielen roten Flecken auf den Strassen, Mauern, Zaehnen und fast ueberall. Es handelt sich dabei nicht um Blut, sondern um eine viel ekelhaftere Sache:

Dem Paan
Paan ist zunaechst einmal eine ganz schlimme Angewohnheit der Inder.
Dabei werden verschieden Zutaten wie Betelnuss, Limone, Tabak, Blumenessenzen, Blattgold oder -silber und ein weisses Pulver namens Catachu in ein Blatt gewickelt und anschliessend in den Mund geschoben (was die Kommunikation oftmals deutlich erschwert).
Nach und nach wird die roetliche Fluessigkeit dann gleichmaessig an die Umgebung abgegeben - Pfuideife!!

Verkauft wird das Paan in winzigen Laeden fuer ca. ein bis drei Rupies (etwa 5 Cent). Geruechten zu Folge soll es allerdings Paan-Wallahs (Paanverkaeufer) geben, die Millionaere geworden sind...





Jeder Paan-Wallah hat sein eigenes Geheimrezept...





Nach dem Paan kauen empfehlen wir: Zaehneputzen





Der putzt wirklich seine Zaehne!
Auf dem Land ist das Zahnholz, dem eine reinigende Wirkung nachgesagt wird, noch weit verbreitet. Einfach vom Baum rupfen, zwei Stunden drauf rumbeissen und ab in die Gruene Tonne. Das ist nachhaltiger Umweltschutz!!!!

Wir kamen dem Meer immer naeher. Es wurde immer heisser, die Temperaturen stiegen von angenehmen 25 Grad auf fast 35 Grad und die Luftfeuchtigkeit nahm deutlich zu.

Nicht nur das Wetter hat sich geaendert, sondern auch die Schrift: Wir erreichten den Kuestenstaat Orissa.
Die Sprache dort heisst Oriya (im Bild links) und unterscheidet sich deutlich vom Hindi (rechts), das uns bisher das Leben schwer machte.


                  


Obwohl Hindi (neben Englisch!) die Amtssprache Indiens ist, wird in vielen Bundesstaaten noch eine eigene Sprache und Schrift verwendet.

Orissa zeigte sich z.B. so...





Nein, das ist nicht die indische Version von Southpark, sondern Lord Jagannath (rechts im Bild) mit seinen Geschwistern Balabhadra (links) und Shubhadra (Mitte). Er hats uns mit seinen grossen, liebevollen Augen angetan, weshalb wir ihn als Schutzpatron fuer unsere Orissa-Fahrt ausgewaehlt haben.

Lord Jagannath ist uebrigens der wichtigste Hindugott in Orissa, man trifft ihn ueberall, z.B. auf Werbeplakaten, LKW-Kuehlern und natuerlich in den zahlreichen Tempeln.
Die grossen und bedeutenden Orissa-Tempel duerfen leider nur Hindus betreten. So wie diese farbenpraechtige Reisegruppe....





Der Hinduismus zeigte sich uns ueberall sehr bunt und vielgestaltig.
Es gibt anscheinend auch Parallelen zum Christentum:





Auch hier werden boese Taten im Jenseits vergolten...






In Orissa leben noch viele Stammesgruppen, die oft auch als Ureinwohner bezeichnet werden. Sie machen mehr als ein Viertel der Bevoelkerung Orissas aus und pflegen haeufig noch ihre eigenen Braeuche. Einen besonders interessanten findet man bei dem Stamm der Santal: Nir Balak Bapla (Hochzeit durch Aufdraengen), bei der eine Frau, die keinen Mann findet, einfach zu einem zieht, der sie heiraten muss, wenn es  ihm und seinen Eltern nicht gelingt, sie innerhalb einer Woche rauszuekeln.
Diesem Braeutigam gelang es anscheinend nicht...





In Puri durften wir eine hinduistische Hochzeit miterleben. Die Zeremonie leitete ein Brahmane (links, der Hindu-Pfarrer) und wurde begleitet von rhythmischer Trommelmusik. Auf uns machte die Hochzeit einen eher ungeordneten Eindruck, aber irgendwie werden die Rituale (Brautpaar mit Wasser uebergiessen, Brahmanengebete, Geldscheine in den Turban stecken, Raeucherwerk anzuenden,...) schon ihren Sinn haben.
Das schoene Brautpaar koennt ihr uebrigens im Fotoalbum bewundern!

Weniger Glueck bei der Brautwahl hatte da ein anderer "Mann":



(gefunden in der Lokalzeitung von Orissa)

Arrangierte Hochzeiten - zwischen Mann und Frau - sind uebrigens in Indien noch weit verbreitet. Oft werden die spaeteren Paare schon in der Kindheit von ihren Eltern bestimmt.


Ein anderes, noch nicht verheiratetes Paerchen :) begleitete uns das letzte Stueck nach Puri. Die beiden Schwaben Angelika und Thomas engagieren sich in Orissa seit Jahren fuer benachteiligte Kinder und Jugendliche. Zwei davon (leider nicht im Bild) nahmen sie mit auf eine mehrtaegige Radltour.





Die indischen Jungs waren ganz heiss auf unsere "gear cycles" (Schaltungsfahrrad) und verdraengten uns von unserem gewohnten Sitzplatz. Doch wir nahmen's mit Humor...





.... und radelten uebergluecklich in Puri ein. Endlich Meer! Noch etwas unbeholfen, aber waghalsig stuerzten wir uns in die Wellen...





Allein mit Muskelkraft, d.h. ohne fremde Verkehrsmittel, bewaeltigten wir also die Strecke von den Bergen Tibets bis hinunter zur Ostkueste Indiens (Applaus bitte fuer die 2700 km!).

Kommentar Martin:
Ich habe noch nicht genug von Indien und auch nicht vom Radln (Wie koennts auch anders sein!). In den naechsten Tagen starte ich mit dem Zug nach Suedindien, wo ich Nichole aus England treffe, die auch im Radlfieber ist. Geplant sind zwei oder drei Wochen im Bundesstaat Kerala.
Bleibt dran ich werde weiter berichten!

Kommentar Barni:
Fuer mich ist es an der Zeit, das Radl in die Garage zu schieben. Aber sicher nicht fuer immer, denn das Prinzip Radlreise hat mich voll ueberzeugt. Ist einfach eine ganz andere Art, ein Land kennenzulernen. Die Moeglichkeit, ueberall stehen zu bleiben, wo man will, die kleinen Doerfer und Strassen, die Begegnungen mit den Menschen, die witzigen Geschichten und Anekdoten, die sich dadurch ergeben usw. - sie werden laenger im Gedaechtnis bleiben als Sehenswuerdigkeiten. Natuerlich ist's nicht immer genial, bei Regen, Gegenwind, Hinternschmerzen, hupenden LKWs etc. fragt man sich schon hin und wieder, was man hier eigentlich tut. Trotzdem macht's suechtig -  freu mich also schon auf die naechste Radltour, auch wenn's "nur" auf d'Stoisseralm oder um den Chiemsee geht :).
 
Hier meine kleine Radlstatistik:
Gefahrene Kilometer: 5555 (leicht abgerundet)
Radltage: ca. 65
Gesamtzeit aufm Radl: ca. 310 Stunden
Laengste Tagesetappe: 157 km (Indien)
Laengste Tagesfahrtzeit: 8:40 Std.
Platten: 0 (Lob an dieser Stelle fuer die Firma Schwalbe)
Reparaturen: 1 Speiche wechseln
                         1 Achter rausbiegen (dank Horrorverkehr in Kathmandu)

Radlreise aus heisst allerdings noch nicht heimfahren, Ende Februar geht's weiter nach Indonesien, durch das ich mit der Lena fuer 6 Wochen mit Rucksack reise. Am 11. April bin ich wieder daheim, Freiwillige fuer einen Ratsch bei einem Glas bayrischen Bier (hier in Indien absolute Enthaltsamkeit, deshalb nur ein Glas!) sind willkommen! 
Danke fuer's Mitverfolgen, bis zum naechsten Mal!

                                          ---------------------------------------------------------------------------


Wir sind bis auf weiteres gespannt, was unser Backpacker Buggo von den Andamanen zu berichten hat. Vielleicht benoetigt er noch die eine oder andere Motivationsmail von euch!

Schaut doch auch wieder im Fotoalbum ("Indien-Radltraum") vorbei! Ein paar Bilder haben dieses Mal Angelika und Thomas beigesteuert. Danke dafuer!

Euch viel Spass im Fasching, wir gehen dieses Jahr auf alle Faelle als Lord Jagannath!

Liebe Gruesse,

Martin und Barni


von Barni J.R.
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Freitag, 23. januar 2009


Wie ihr fleissigen Blogleser wisst, gehts bei uns haeufig ums essen, das wir zum radeln auch wirklich noetig haben. Deshalb wieder mal ein Essensfoto zu Beginn - Dal Bath




Dal Bath (woertlich uebersetzt "Linsenreis") ist das Nationalgericht Nepals. Es besteht immer aus Linsensuppe, Reis und Gemuesecurry, dazu meistens saure Pickles, Zwiebel und Radis.

Nebenbei bemerkt: Dies ist das einzige Nationalgericht Nepals, d.h. Nepalis essen das bisweilen 3mal am Tag.


Mit Dal Bath gestaerkt gings also los gen indische Grenze:

Wunderbare Berge mit tiefen Schluchten und Reisterrassen machten das Radl zum Vergnuegen. Schaut her:










Nun liessen wir die Berge endgueltig hinter uns. Es ging hinab ins Flachland nach Lumbini, dem Geburtsort Buddhas. Dort naechtigten wir im koreanischen Kloster und erkundeten den buddhistischen Wallfahrtsort. Interessanterweise ist das Kloster der Tara-Foundation, mit Sitz im niederbayerischen Viechtach (Vorsitzender Alfons Bauernfeind) das mit Abstand Schoenste.




Nun kam der grosse, emotional ergreifende Moment - Indien war erreicht!!!

Wie nicht anders zu erwarten - nach immerhin fuenfmonatiger Anreise - wurden wir freundlich durch ein Begruessungskomitee empfangen:




In Rajesultanpur warteten uns die oertlichen Wuerdentraeger (von unten links: Dolmetscher Dr. Anand Singh,

2. Buergermeister, 1.Buergermeister, Gemeindesekretaer und wir) mit suessem Chai (Milchtee), Samosa (gefuellte Teigtaschen) und gesalzenen (!) Aepfeln und Bananen auf.


In jedem Ort, in dem wir auftauchen und rasten, werden wir umgehend von einer Gruppe aus 20 bis 50 neugierigen Indern (ausschliesslich Maenner) umzingelt, die uns einfach nur angaffen.


Wir fuehlen uns als Radler dennoch sehr wohl -

Die indische Radl-Gemeinschaft hat uns herzlich aufgenommen:





























Radln in Indien wird sowieso nie langweilig, da immer was passiert:

Mal gibts keine Bruecken und man muss mit der Faehre uebersetzen....



Unterricht in der Freiluftschule....



Unsere Radlkollegen.... (seht selbst!)



      


      


Anmerkung: Plueschpollunder in schrillen Farben sind der letzte Schrei unter der Jugend. Wir sind gespannt welcher Mutige den Trend zu uns bringt!





Derweil Buggo in.....


nach dem traenenreichen Abschied in Pokhara von den Jungs genoss ich noch fuer 2 Tage die unglaubliche Gemuetlichkeit dieser Stadt, d.h. ausgiebiges Essen, bisserl Radeln, Lesen am See bei Sonne und 25 Grad Celsius  + wohlgemerkt!!.

 

Dann passierte aber das Unausweichliche......ich musste mich auf den Weg nach Delhi machen, was ja eigentlich ueberhaupt nicht schlimm ist, jedoch standen mir 40 Stunden Busfahrt auf holprigen Strassen bevor, die ich zum Glueck unbeschadet ueberstand, was aufgrund der "interessanten, spannenden" Fahrweise des Busfahrers nicht als selbstverstaendlich hingenommen werden kann.

 

Delhi bzw. Neu-Delhi (mittlerweile zusammen gewachsen, frueher 2 Staedte) ist mit 12 Millionen Einwohnern die Hauptstadt des bevoelkerungsreichen Indiens, 1,1 Milliarden mittlerweile.

Da Delhi 600 Jahre fast ausschliesslich unter muslimischer Herrschaft stand, bis zum Eintreffen bzw. der militaerischen Niederlage gegen die Englaender Anfang des 19. Jahrhunderts, bietet es neben dem ueblichen Chaos einer Metropole mit solcher Groesse, aber auch eine interessante Mischung verschiedenster Voelker und Religionen.

 

Eines der Highlights Delhis ist die vom Mogulherrscher Shan Jahan (auch Erbauer des weltberuehmten Taj Mahal im nahegelegenen Agra) erbaute Moschee Jami Masjid, ca. um 1600 erbaut, die als groesste Moschee Indiens gilt. Bis zu 25.000 Glaeubige finden in diesem Gotteshaus Platz....





....und Millionen von Tauben....

 

 

 

 

Religioese Diskussionen vor der Moschee....

 

 


Als Tourist erntet man so manch erstaunlichen Blick.....






Das geschaeftige Treiben der Inder ist doch oft bemerkenswert.....wir sollten uns ein Beispiel nehmen...




Nachdem ich mein Radl gluecklicherweise bei einer Bekannten unterstellen konnte, machte ich mich auf dem Weg nach Varanasi.




Ploetzliches Wiedersehen mit Martin und Barni in Varansi.

Das Altoetting der Hindus ist ein einziges religioeses Spektakel. Am Ufer des Ganges gilt sie als die heiligste Stadt der Hindus. An den Ghats (Stufen zum Ganges) baden taeglich hunderte Glaeubige Hindus aus ganz Indien und beten fuer ihre Suendenvergebung....




....unter anderem dieser Sadhu....  (hinduistischer Pilger, der niemals am selben Ort schlafen sollte)





Wer in Varanasi stirbt, am Ufer des Ganges verbrannt wird und dessen Asche im Fluss verstreut wird, erhaelt direkten Einzug ins Nirwana.

Hier seht ihr das Holz fuer die Verbrennung...(Hoeherkastige bekommen besseres Holz als Niederkastige)




Nicht nur die Religion ist so ganz anders wie bei uns, auch der taegliche Umgang miteinander unterscheidet sich. Zum Beispiel wird unser "Hanterl halten" als Zeichen der Freundschaft unter Maennern gesehen, was uns zu Beginn ein bisschen verwundert hat. Interessant ist, dass es zwischen Bub und Maedel ein Tabu ist.




Nationalsport Indiens ist das dem Baseball verwandte Cricket. Wie dieser "Standsport" Massen begeistern kann ist uns jedoch ein Raetsel.



 
Buggo verlaesst die beiden anderen nach der schoenen Zeit in Varanasi trotzdem wieder. Barnis Traenen machen den Abschied nicht leichter....

Blick ins Album lohnt sich wieder allemal:  Ab-nach-Indien I und II

Bis bald

liebe Gruesse

Buggo, Martin und Barni

von Barni J.R.
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Samstag, 10. januar 2009
Allen Bloglesern ein Frohes Neues!
Wir sind gut ins neue Jahr gestartet - aber es gibt ja noch eine wichtige Sache aus 2008 zu klaeren:

Unser Weihnachtsessen!
Ihr kennt die Diskussionen von zu Hause - Schweinswuerstel mit Sauerkraut, Mettenwuerscht, etc... oder habt ihr doch unsere Vorschlaege (siehe letzter Artikel) nachgekocht?

Was gabs also bei uns?
Seht selbst. Die Reste unseres Festtagsschmauses....... Ohne Kommentar!





Die erholsamen Feiertage, die wir uebrigens mit Roland (Vorarlberg) und Melanie (Schweiz) verbrachten - An der Stelle, DANKE fuer die gemeinsame Zeit - gingen langsam vorueber.
Am 28.12. gings wieder vollbepackt auf die Raeder in Richtung Pokhara. Der Eifer und die Motivation waren riesig, so dass wir noch nicht einmal unsere geliebten und ausgedehnten Essenspausen genossen.

Stehimbiss auf den Raedern war also angesagt.
Die Nepalesen bieten hier den praktischen Service eines Drive-In-Lokals.





Nach einer langen Bergetappe ueber das Mahabarat-Gebirge (Pass in Daman mit herrlicher Himalayasicht, 2488m) gings 2000m Downhill ins Terai. Als Terai wird die suedliche Tiefebene Nepals bezeichnet. Frueher galt das Dschungel-Gebiet als malariaverseucht und fast undurchdringlich. In diesem Teil lebt grossteils die Ethnie der Tharu, die im Laufe der Jahrhunderte eine Maleriaresistenz entwickelt haben. Heute ist die subtropische Region allerdings malariafrei, so dass hier fast die Haelfte der Bevoelkerung (13 Millionen) Nepals wohnt.

Dort trafen wir unser neues Idol:
DAI-SU-KE
Der Japaner, 38 Jahre alt, ist seit zehn (!) Jahren ununterbrochen mit dem Radl unterwegs. Seine 140.000 KM haben uns tief beeindruckt. Wir ueben uns da lieber in Bescheidenheit.





In ganz Nepal treffen wir Kinder, die uns manchmal scheu oder aufgedreht mit einem "Namaste" (Hallo), "Bye bye" oder einem "Turist" begruessen.



Schoen ist in Nepal, dass sich nicht nur die Kinder ueber uns freuen. Auch die Erwachsenen begegnen uns immer herzlich und hilfsbereit. Es ist erstaunlich dass die Menschen hier so friedlich zusammenleben, obwohl sich die Bevoelkerung aus mehr als 20 Ethnien (Newari, Thakali, Sherpa, Tharu, Tibeter, Gurung, etc...) zusammensetzt, die alle noch ihre eigene Sprache sprechen.
Dementsprechend vielfaeltig ist auch der Glaube, der zwischen Hinduismus, Buddhismus und Schamanismus fast fliessend ineinander uebergeht.


Chitwan-Nationalpark
Die Tage ueber Sylvester verbrachten wir im Nationalpark, der einige seltene und gefaehrliche Tiere zu bieten hat.
Auf einer Boots- und Wandertour durch den Dschungel trafen wir u.a. auf Hornvoegel, Nashornmist und Krokos....






Das traditionelle Neujahrsschwimmen wird in Nepal ein bisserl anders zelebriert als bei uns. Nach heissen Tagen auf dem Radl und Unterkuenften ohne Dusche, tat uns die Elefantendusche richtig gut.....





Sprung vom Elefanten-Einer.....




Tipp fuer die naechste Badesaison in Leitgering: Der Ruessel kann als federndes Sprungbrett benutzt werden.



Pokhara
Nach 400 Radl-KM errreichten wir die zweitgroesste Stadt Nepals Pokhara (fuer Martin das zweite Mal).
In der Naehe der Stadt hatte Martin eine Adresse einer buddhistischen Klosterschule (DANKE an Jana fuer den Kontakt), die er dann auch gleich besuchte.
Der Lama (das ist der Chef vom Kloster) und einige Moenche waren so begeistert von unserer bisherigen Reise, besonders von der Tour durch Tibet, so dass sie uns alle spontan fuer einen Vortrag engagierten....




Die Klosterschueler folgten unserem Bericht mit grossem Interesse, weil sie:
1. Noch nie in Tibet waren. (Die Eltern bzw. Grosseltern sind in Tibet geboren.)
2. Keine Moeglichkeit haben nach Tibet zu reisen. (Einreiseverbot von chinesischer Seite)
3. Nur eingeschraenkt mit ihren Bekannten und Verwandten Kontakt halten koennen. (Kontrolle und Zensur von Telefonaten, Email und Briefen)

Waehrend des Vortrags wurde uns mehr und mehr bewusst, dass derzeit nur Touristen unzensierte Informationen nach Tibet und aus Tibet bringen koennen. (Man bedenke Journalisten duerfen nicht nach Tibet!)


In Pokhara gibt es neben tibetischen Kloestern und Schulen auch vier tibetische Siedlungen mit insgesamt 2000 Einwohnern. Sie entstanden nach der Flucht vom Dalai Lama 1959, an der sich viele Tibeter, aus Angst vor der chinesischen Besatzungsmacht, angeschlossen hatten.
Seit fast 50 Jahren leben diese Menschen in der dritten Generation in Nepal, ohne allerdings die nepalesische Staatsbuergerschaft zu erhalten.
Die Aussicht nach Tibet zurueckzukehren (die zur Zeit sehr gering ist) gibt ihnen Hoffnung fuer die Zukunft.

Wir hatten die Moeglichkeit eine dieser Siedlungen zu besuchen, da Markus' Schwester Petra seit Jahren ein tibetisches Kind finanziell unterstuetzt. Tenzing (zweiter von rechts) und seine Familie lud uns zum Essen ein (Dal Bhaat - Das Nationalgericht) und zeigte uns die tibetische Siedlung.







Da hier in Nepal langsam die Lichter ausgehen (Bisher 12 Stunden - naechste Woche 16 Stunden taeglich ohne Strom, d.h. ueberall Kerzen, Dieselgeneratorenlaerm und keine (!) Banana-Lassis), verlassen wir in den naechsten Tagen das Land und werden die Grenze zu unserem Zielland Indien ueberqueren.
Nur zwei werden das wie abgemacht mit dem Radl tun - einer von uns dagegen auf unspektakulaere, langweilige und bequeme Weise mit dem Bus.

Buggo kehrt uns nach fuenf bewegenden, spannenden, herzzerreissenden, laessigen und auch stinkfaden Monaten den Ruecken zu und richtet seinen Blick auf tropische Palmen, die er auf den Andaman-Inseln im indischen Ozean zu finden glaubt.




Martin und Barni dagegen bleiben dem Velo treu und stuerzen sich ins indische Chaos. Ihr Weg fuehrt sie von Pokhara ueber Lumbini und Varanasi nach Puri an die Ostkueste Indiens.

Als Zeichen inniger Verbundenheit liessen wir uns diese T-Shirts masssssschneidern (schau genau!).  

Ein Blick ins Album (Nepal - die Dritte) lohnt sich!

Liebe Gruesse noch zu dritt
Barni, Markus und Martin




P.S.: Bezueglich der Weihnachtsgedichte hat die Jury entschieden. Die Gewinner sind...

...

...

Draaaaaaaaaaaaaahteeeeeeeeeeeeeeseeeeeel

und...

Caaaaaaaaaampiiiiiingfreeuuuuuund!

Ersterer hat uns seine Postadresse bereits anonym zukommen lassen und wird deshalb auch mit Geschenken ueberhaeuft. Falls Campingfreund auch in den Genuss von Ueberraschungen aus Nepal kommen moechte, so soll er uns doch bitte seine Adresse mitteilen. 
Herzlichen Dank an die beiden sowie an alle anderen Teilnehmer! Wir sind immer ueber eure Beitraege erfreut!


von Barni J.R.
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